Bonusfolge 1 Über uns

Shownotes

Shownotes: Bonusfolge 1 – „Über uns" …und wie wir zu Patienten kamen Podcast: Applied Kinesiology – Genial oder doch Humbug? Veröffentlicht: 16. Juni 2026


Worum geht es in dieser Folge? Am Anfang stand ein Missgeschick vor etwa 35 Jahren im fernen Kanada, ohne das es diesen Podcast nicht geben würde. In diesem Moment wurde eine Weiche gestellt, die Franks und viel später auch Lauras Weg entscheidend beeinflussen sollte. Die beiden erzählen, wie die Applied Kinesiology durch einen Zufall nach Potsdam kam und was sich daraus entwickelte. Damit wird auch plausibel, warum und wie sie – die ja keine Mediziner im engeren Sinne sind - dazu kamen Patienten zu behandeln. Schließlich geht es noch darum, wie es sich anfühlt, mit seinem wissenschaftlichen Thema zwischen allen Stühlen zu sitzen – aber auch um den nötigen Enthusiasmus, einem potenziellen Game Changer zum Durchbruch zu verhelfen – mit einem Fokus auf Menschen, nicht auf Geld.


Gesamtlänge: 22:08


Weitere Materialien zur Folge Ergänzende Abbildungen und Grafiken zu dieser Folge findet ihr direkt, wenn ihr uns über unseren YouTube-Kanal hört: https://www.youtube.com/@akpodcast-lf Oder über unsere Akademie-Website: https://www.bvfg-potsdam.de/akademie/fort-und-weiterbildung/applied-kinesiology-basierte-integrative-medizin/podcast-applied-kinesiology/


Stimmen & Characters 🎙 Laura Schaefer – Host (Originalstimme) Promoviert in Sportmedizin und habilitiert in den Gesundheitswissenschaften, gemeinsam mit Frank Autorin von über 20 peer-reviewed Publikationen zur neuromuskulären Regulation. Leitung Akademie für Gesundheit und Sporttherapie. 🎙 Frank Bittmann – Host (Originalstimme) Vormals Professor für Sportphysiologie, spezialisiert auf Regulationsmedizin, gemeinsam mit Laura Autor von über 20 peer-reviewed Publikationen zur neuromuskulären Regulation. Kursleitung Applied Kinesiology basierte Integrative Medizin. 🤖 Michael – Skeptischer Moderator (KI-Stimme) Die Stimme des kritischen Gegenübers – generiert mit ElevenLabs auf Basis der Stimme von Michael Danisch. Hinweis: Diese Stimme wird künstlich erzeugt und ist keine Originalaufnahme von Michael Danisch.


Musik & Sounds Alle Sounds stammen von Freesound.org bzw. ElevenLabs und werden gemäß ihrer jeweiligen Creative-Commons-Lizenz verwendet. 🎵 Logo-Sound / Serienkennung: 458426quetzalcontlawarm-guitar-rhythm-glitched-intro.wav – freesound.org/s/458426/ – License: Attribution 4.0 🎵 Outro-Musik: 250750joshuaempyrechill-guitar-with-drums-loop.wav – freesound.org/s/250750/ – License: Attribution 4.0


Unterstützung durch Künstliche Intelligenz Dieser Podcast wird unterstützt durch Claude, die KI von Anthropic. Claude assistiert bei Konzeption und Dramaturgie, Literaturrecherche und wissenschaftlicher Einordnung, Texterstellung (Skripte, Shownotes, Zusammenfassungen) sowie technischen Fragen rund um Produktion und Distribution.


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Transkript anzeigen

00:00:09: Applied Kinesiologie, Genial oder doch Humbuk?

00:00:15: Ein Podcast von Laura Schäfer, Frank Bittmann und ihren Gästen.

00:00:25: Unusfolge eins über uns – Und wie wir zu Patienten kamen!

00:00:31: Herzlich willkommen zu einer Bonus-Folge, also Hausartereihe.

00:00:36: Sehr kurz.

00:00:38: Schauen wir mal ... Der beiden Host dieser Podcastreihe nämlich Laura Schaefer

00:00:45: und Frank Bittmann.

00:00:46: Und letztlich geht's jetzt darum, es haben sich vielleicht einige von euch gefragt, weshalb oder wie wir als Sportwissenschaftler überhaupt an Patienten kommen?

00:00:55: Ja das erklärt sicher nicht so von selbst weil wir ja keine Mediziner sind.

00:01:00: im engeren Sinne also keine Ärzte...

00:01:02: ...und auch keine anderen Therapeuten, Physiotherapeuten wäre vielleicht auch naheliegend da.

00:01:05: Wir kommen ja von einer anderen Seite und Frank vielleicht erzählst du mal wieder so mit dir angefangen hat

00:01:11: Wieder so losgehen, kurz nach dem Mittelalter.

00:01:14: Ne gut nun mal gucken das man nicht zu weit ausschweift.

00:01:17: letztlich können wir vielleicht beginnen mit meiner Zeit nach dem Studium.

00:01:21: ich habe ja Lehramt studiert Sport und Geografie.

00:01:24: Was

00:01:25: für die Frauen?

00:01:27: Tatsächlich hatte ich im Abitur überlegt was kann ich studieren?

00:01:31: wo ich mich nicht so viel anstrengen muss

00:01:34: passt eigentlich gar nichts zu dir.

00:01:36: naja ich hab mich auch ein bisschen geändert.

00:01:38: mein Sportlehrer in meine Abi-Zeit hat mich sehr beeindruckt, weil er sehr viel Zeit im Schwimmbad und am Lagerfeuer verbracht.

00:01:47: Und das wollte ich auch.

00:01:49: Super Motivation!

00:01:50: So bin ich nach Potsdam gekommen.

00:01:52: Für Sportstudium sag' ich mal nur kurz.

00:01:53: Ja, sehr schön Ja, da genügte ich glaube ich dem Klischee schon ganz gut.

00:01:59: Gut so bin ich in Potsdam gelandet, Sport und Geografie.

00:02:02: Du hattest doch davor noch eine Ausbildung zum Elektro-Techniker?

00:02:05: Genau ja die Abiturzeit das war eigentlich eine Berufsausbildung also die hieß Elektronik.

00:02:10: also eigentlich ging es hauptsächlich im Rundfunk elektronik.

00:02:13: Sternradiosonneberg war ja ein etablierter Firma als Unterhaltungselektronik in der damaligen DDR an Bord und da war dann mein Ausbild mit Abitur, also ich habe da gelernt zu löten und zu feilen und zu sägen.

00:02:30: Was

00:02:30: durchaus wichtig ist für die spätere wissenschaftliche Tätigkeit sein?

00:02:33: Das

00:02:33: stimmt!

00:02:34: Das war später in unserem Labor von Nutzen.

00:02:37: Absolut.

00:02:39: Also die gute polytechnische Ausbildung will ich gar nicht missen, die wir damals hatten.

00:02:45: Okay, nach dem Studium hatte ich das Glück und konnte da in den Bereich Sportmedizin bleiben für die Promotion.

00:02:52: Und in dem Zuge war das auch durchaus gut für mich dass mein Chef der damalige Leiter des Instituts Professor Badke mir die lange Leine ließ und tatsächlich mehr auch dann später ermöglichte eine Ausbildung als Manual-Therapeut oder in manueller Therapie mitzumachen.

00:03:13: Ich war also ein Exot, wurde aus den Ärztekursen geduldet und durfte dann die Prüfung machen.

00:03:20: Das war exakt im Wendejahr, nachdem ich vorher ein halbes Jahr bei Professor Jander in Park noch war.

00:03:26: Also das heißt es, dass durfte ich genießen und gab mir natürlich sehr viel mehr Einblicke neben dem was sich da eine Promotion gemacht habe.

00:03:34: Und dann ging das weiter.

00:03:38: ein renommierter Ausbilder in Manualtherapie in der Region und dann wurde ich kurzerhand zum Lehrassistenten.

00:03:47: befördert.

00:03:48: Also ich hatte gerade die Manualtherapie so halbwegs verstanden, aber kaum Praxis weil ich hatte ja keine Patienten und wurde jetzt Lehrer oder Lehrassistent erst mal für Ärzte.

00:04:01: Ich hatte große Zweifel würde ich überhaupt akzeptiert werden von den Medizinern?

00:04:05: und zu meinem Erstaunen ist das der Fall gewesen.

00:04:09: Und wenn man etwas leeren muss dann fängt man auch an das noch einmal vernünftig zu studieren damit man weiß was man da erzählt.

00:04:17: Und nach drei, vier Jahren war ich dann ganz gut im Stoff und vielleicht ein ganz brauchbarer Manual-Therapeut.

00:04:24: Allerdings ohne Patienten!

00:04:27: Und dann kam die Wende.

00:04:29: Plötzlich fand einen Städtepartner in Kanada bei Toronto Markham Ontario.

00:04:36: Bei dem ersten Besuch war eine unserer Kolleginnen aus dem Sportbereich, den wissenschaftlichen Bereich Mitglied der Delegation in Kanadar und glücklicherweise knickte sie dort um.

00:04:49: Das darf man ja eigentlich gar nicht so sagen!

00:04:51: Für uns war es ein Glück, aber auch zum Glück ist er nichts Wesentliches, nichts Schlimmes wiederfahren.

00:04:57: Aber auf die diese Weise landete sie auf dem Behandlungstisch eines dort ansässigen Hieropraktoren namens Hans Böhlenke.

00:05:07: Der Name sagt schon, deutsche Wurzeln.

00:05:10: Dann schließlich Hans Böhnke war beim Gegenbesuch in Potsdam und so gab es den ersten Vortag über Applied Kinesiologie in unserem Institut.

00:05:19: Jedenfalls erklärte er uns merkwürdige Dinge über Moskeltests das noch auf Englisch dass wir nicht wirklich gut beherrschten damals Und wir hörten uns das an und das wars also.

00:05:31: letztlich ist ja dann wieder von Dannen gezogen Und letztlich gab es da keinerlei Konsequenz draus.

00:05:37: Zu unserem großen Glück gab's dann im Jahr danach nochmal den Besuch von Hans Böenke, jetzt sprach er Deutsch und hat uns das Gleiche noch mal auf Deutsch erzählt!

00:05:50: Die Reaktion seitens der Institutsleitung war die gleiche also eigentlich kein sonderliches Interesse aber Ich fand es spannend und habe ihn dann angesprochen.

00:06:01: Und so ging das los, er ließ das legendäre Lehrbuch von David S. Worther bei uns.

00:06:08: da konnte ich dann reingucken und auf die Weise gab's dann den ersten Kontakte mit der AK.

00:06:14: Wir waren auch für eine Weile in Kanada zu einem kleinen Kurs Und dann war die Frage, kann Hans nicht auch mal einen Kurs in Potsdam geben?

00:06:24: Und das waren also in der zweiundneunzig.

00:06:26: Der erste Kurs Hans Bönke war ja Chef der Prüfungskommission des ICAK World – der Dachorganisation des International College of Applied Kinesiology.

00:06:38: Also eigentlich der Oberprüfer und der gab uns dann den ersten Hundertstundenkurs mit Zertifikat.

00:06:44: Da war der elf Tage am Stück und am elften Tag waren alle dem Korma nahe.

00:06:49: Übrigens

00:06:49: ein ausgesprochen liebenswerter Mensch, der Herr Böhnke.

00:06:54: Ich hab ihn ja leider nicht persönlich kennengelernt aber im Zuge deines Abschieds den ich damals organisiert habe hatte ich mit ihm in Kontakt und wir haben uns wirklich sehr schön per Mail nur ausgetauscht.

00:07:04: Aber da merkte man was dafür ein besonderer Mensch auch dahinter steckt?

00:07:08: Ja absolut!

00:07:09: Hans Bönke hatte uns damals ein signiertes Exemplar der Second Edition von Walters Klassiker überlassen.

00:07:17: Dieses Buch ging dann anlässlich deiner Habilitation in deine Hände über, denn du bist die Zukunft der Forschung an diesem spannenden Thema.

00:07:25: Das ist ganz sicher auch im Sinne von Hans!

00:07:28: Aber jetzt noch mal kurz zurück zu den ersten Kursen von Hans Böhlenke in Potsdam.

00:07:32: Er kam da mit zwei Koffern an und ein Koffer war voller Diaz, die ja positive für die Abbildung und war schon auch eine gewisse Aufwand.

00:07:40: Ja und später konnten wir dann diese langjährigen Kurse nicht mehr machen über elf Tage also hundert Stunden am Stück sondern das ging nur wochenendweise und dann ging es nicht mehr jedes Mal jemand über einen Teig fliegen zu lassen.

00:07:54: Also waren wir gezwungen zu überlegen, da machen wir es dann selbst.

00:07:58: Und so ging das dann zarkhaft los und das Kursprogramm entstand so Stück für Stück und entwickelt ... Darf

00:08:04: ich da noch ganz kurz was sagen?

00:08:05: Was ich glaube schon auch relevant ist, hast du mir früher erzählt dass bei den Kursen die Hans Böhn genug gegeben hat, warst du einer der einzigen, die ständig nachgefragt haben ja aber was steckt denn dahinter und wie erklärt sich das?

00:08:21: usw.?

00:08:21: Ja ne, der einzige war ich nicht also jetzt auch vom Institut noch weitere Leute dabei.

00:08:27: Es gab natürlich Erklärungsbedarf, auch weil die Materialien sehr rudimentär waren und auf Englisch.

00:08:33: Und es fiel uns auf dass die Amerikaner gar nicht so viel hinterfragt haben.

00:08:39: also wie sich die Techniken denn so erklären.

00:08:41: das war eine andere Denkweise.

00:08:43: wir sind da halt analytisch und wollen alles verstehen und damit haben Ganz schön genervt.

00:08:51: Der hat das gar nicht verstanden, dass wir das alles wissen wollen.

00:08:54: Also auch der macht es doch einfach so und fertig.

00:08:56: Das war ein bisschen anders.

00:08:58: Ist vielleicht aber auch der Teil der Wissenschaftler dann ausmacht?

00:09:02: Genau ja.

00:09:02: Und Hans Weier Praktiker.

00:09:04: Und im Übrigen konnte man dann schon sehen... Ich war ja nun Manualtherapeut ... Hans Chiropraktor mit vierjähriger Hochschulausbildung in Amerika.

00:09:15: Da hat man dann nochmal sehen können, welche qualitativen Unterschiede da bestehen.

00:09:20: also das sind natürlich so virtuos.

00:09:22: Da konnten wir nicht mithalten kann man nicht so eins zu eins vergleichen.

00:09:25: Aus Bildung

00:09:26: in Kanada oder?

00:09:27: In Kanada?

00:09:28: ja.

00:09:29: In Kanadas.

00:09:30: Ja gut,

00:09:30: Amerikas waren

00:09:31: doch mal an seiner Hochschule dort gewesen.

00:09:33: Ja, also das war dann schon sehr beeindruckend.

00:09:36: Aber jetzt das eigentliche?

00:09:37: Du wolltest ja noch erzählen... Also ihr habt die Kurse selbst dann angeboten auch damals noch an der Uni-Pots oder hieß sie schon Uni-Pods, dann weiß ich gar nicht.

00:09:45: aber...

00:09:46: Ja irgendwann schon Zwischendrin gab es noch eine Zwischenstufe.

00:09:51: was wollte ich noch erzählten?

00:09:52: Du

00:09:52: wolltest erzählen wie du dann von der von dem Wissenschaftler, der Sportwissenschaftler dann zu den Patienten kam es.

00:09:59: Und wie wurdest du denn dann wirklich Praktiker?

00:10:01: Also ich hatte jetzt ganz gutes Kills in der manuellen Therapie und bin in die Applied Kinesiolo Tree eingestiegen und aus beiden Erwuchsen natürlich irgendwann das Bedürfnis an das Anwenden zu dürfen am Patienten.

00:10:17: Medizin Wollte ich nicht noch studieren, das hätte ewig gedauert.

00:10:21: War nur noch schon fortgeschritten an Jahren und dann blieb glücklicherweise die Rechtsform des Heilpraktikers.

00:10:29: Darum habe ich mich dann in den Neunzigern bemüht und die Prüfung zum Heilpaktiker absolviert und glückliche Weise verstanden so dass sich dann seit siebenundneinzig oder achtenneunzig die Erlaubnis haben Patienten auch zu behandeln.

00:10:44: Ich war dann Professor Und Heilpraktiker.

00:10:47: Also eine Kombination, die schon sehr

00:10:50: exotisch

00:10:51: ist.

00:10:51: Professor für Sportmedizin am Anfang.

00:10:53: Professor

00:10:54: for Sportmedizinen... Aber

00:10:55: Heilpaktiker!

00:10:56: Ja das hat aber den Vorteil ich konnte viel Erfahrung an Patienten sammeln und diese Kombination mit Hochschullehrer Forschung und dann eben auch der Akademie also dass wir das auch gelehrt haben zusammen mit der praktischen Erfahrung das war schon sehr wertvoll.

00:11:14: Das war mein Weg zum Heilpraktiker, der hat sich organisch ergeben weil man ja irgendwann anwenden möchte was man da so gelernt hat.

00:11:22: Es ist vielleicht auch nochmal doch ein wichtiger Hinweis dass es etwas andersrum ist als vielleicht sonst einige die jetzt den Heilpaktiker machen.

00:11:29: also die haben vielleicht zu dem Hintergrund okay sie wollen Menschen auch helfen aber wir wollten oder du damals wolltest quasi etwas Anwenden, was du

00:11:38: gelernt

00:11:39: hast und das volldest du anwendest.

00:11:42: Du brauchst damit quasi die Befugnis, dass auch Anwänden zu können.

00:11:47: Also den rechtlichen Rahmen.

00:11:50: Ja und jetzt bist du dran?

00:11:52: Du bist ja irgendwann deutlich später zu uns gestoßen.

00:11:55: Du hast ja von Start weg der Maßstäbe gesetzt.

00:11:58: Du hattest immer die richtigen Fragen gestellt.

00:11:59: Das ist mal schon Qualitätsmerkmal und die Dinge wirklich konsequent erfolgt.

00:12:05: Also auf jeden Fall war ich definitiv inhaltlich getrieben, klingt jetzt fast schon negativ angetrieben und wollte das unbedingt lernen oder wissen.

00:12:15: Und da haben wir jetzt wieder die beiden teil.

00:12:17: Ich war ja auch eigentlich dann eher so als freiwillige studentische Hilfskraft irgendwie mit dabei aber dann eben im anderen Zug hast du mir ermöglicht dass ich bei dir hospitieren konnte in der Praxis.

00:12:26: Ich habe dann auch den Agrarkurs

00:12:28: damals

00:12:29: mitgemacht als Teilnehmerin Und bin dann irgendwie da auch so reingerutscht, dass ich bei der Hospitation immer mehr Teil des Behandelteams wurde?

00:12:38: Ja ja.

00:12:40: Manchmal stört es eher wenn jemand hospitiert weil er entweder immer im Weg steht oder immer dazwischen fragt wenn's grad nicht passt.

00:12:50: aber hier war das sofort organisch.

00:12:52: du hast sofort gesehen wo es Hand anzulegen, dann hast du angefangen die Dokumentation zu schreiben.

00:12:58: Das hat mich ja dann frei gemacht am Patienten und irgendwann kamen dann so den ersten Tipps was ich jetzt noch untersuchen

00:13:05: könnte.

00:13:06: Nein!

00:13:07: Ich habe mir dann gesehen okay gute Idee klar kann man auch noch und es dauerte nicht mehr so lange.

00:13:14: Dann waren wir eigentlich ein Behandlungsteam

00:13:17: Und das wurde tatsächlich sehr gutiert von den Patienten und die waren ja regelrecht traurig, als ich dann doch irgendwann... Tatsächlich.

00:13:23: Also erst habe ich auf Delegation noch eigene Patientin Brannel Durst die Verantwortung übernommen.

00:13:28: Danke dafür!

00:13:29: Ja, ich wusste ja, dass es gut ist.

00:13:32: Ja, und dann irgendwann nach der Promotion hab' ich auch mit dem gleichem Hintergedanken wie du damals, also wie kann ich rechtlich abgesichert Also die Dinge am Patienten anwenden und da ist dann auch die Möglichkeit, okay ich studiere fünf bis zehn Jahre Medizin.

00:13:46: Ich bin aber in der schulmedizinischen Mühle drin oder ich mache eben die Prüfung zum Hype-Praktiker und kann dann das anwende was ich gelernt habe Und den Weg hab' ich ihn auch eingeschlagen.

00:13:57: Vielleicht nochmal dazu.

00:13:58: dieses Team Treatment war echt gut

00:14:01: Ja absolut

00:14:02: Das hat allen Beteiligten Spaß gemacht und hat sehr viel gebracht.

00:14:05: Können wir direkt vielleicht irgendwann noch mal machen, aber wir haben einfach zu wenig Zeit.

00:14:10: Das ist ein Zeitproblem.

00:14:11: Es war also eine organische Konsequenz, dass du dann die Behandlungserlaubnis erworben hast.

00:14:17: Du wurdest dann Teil des Lehrteams, das du ja nicht nur immer noch bist sondern inzwischen Leiterin unserer Akademie.

00:14:24: Also letztlich federführend auch für die inhaltliche Seite und die organisatorische Seite für unsere Kurse verantwortlich bist.

00:14:32: Wir beiden zusammen dann...

00:14:34: Das hat sich eigentlich so generisch ergeben, wie man dann quasi vom Sportlehrer ja sogar in unseren beiden Fällen aber doch Sportwissenschaftler zum Heilpraktiker kommt.

00:14:48: sind wir natürlich als Wissenschaftler auch immer sehr stark bemüht, da die wissenschaftliche Fundierung zu bringen.

00:14:54: Da erinnere ich mich noch ganz genau weil das ist ja dann schon auf dem Scheideweg so nach der Masterarbeit.

00:14:59: Ich wollte gerne beim Team bleiben und ich weiß es zu einem richtig ernsten Gespräch zu dir geholt hast.

00:15:05: Ich wollt dir gern promovieren gar nicht weil ich den Doktortitel haben will sondern weil ich einfach dieses Thema weiter mit dem Thema befassen möchte oder wollte Damals.

00:15:14: Und dann hast du mir gesagt, Laura bist du sicher, dass du das willst?

00:15:17: Es hat keine Perspektive so nach dem Motto.

00:15:19: Na ja, bist du also wenn du siehst, wenn ein begabter junger Mensch sagt okay ich mach mich jetzt auf die Hochschullaufbahn.

00:15:27: Also wenn du die H-Bild angehst kann dir nur logisch in der Professur enden.

00:15:32: Also das ist ja der eigentliche Zweck.

00:15:34: Ansonsten richtigen Leben muss man nicht habilitiert sein.

00:15:38: und mir war völlig klar für diese Thematik, wird es extrem schwierig überhaupt eine Professor zu finden?

00:15:45: Und

00:15:46: da vorher überhaupt noch Fördermittel?

00:15:48: Auch die Fördtermittel.

00:15:50: Die Forschung wird durch Fördertöpfe gesteuert.

00:15:53: also die Freiheit der Forschung ist zwar im Grundgesetz verankert Aber die Realisierung wird über Geld gesteuert.

00:16:02: Über Geld und auch über Vitamin B, das muss man leider schon sagen.

00:16:05: um eine Provisur zu kriegen oder überhaupt an einem Thema weiterzuarbeiten brauchst du Fördermittel?

00:16:10: Ja!

00:16:11: Und für einen Bereich der komplett weg vom Mainstream ist und zwar sowohl in der Sportwissenschaft Bewegungswissenschaft als auch Medizin.

00:16:19: also wir passen nirgendswo rein.

00:16:20: Wir saßen zwischen sämtlichen Stühlen die es da so gibt... Genau und

00:16:23: dann noch alles gut zwar in deinem Fall dann schon als Professor, aber eben auch als Hype-Praktiker.

00:16:28: Somit fällt man ja von den medizinischen Fördertöpfen oft raus, weil da muss es

00:16:32: Kliniken...

00:16:33: Komplett.

00:16:34: ...oft auch ganze Klinikverbünde oder ärztliche Hintergründe geben und so ist es wirklich schwierig nach wie vor Fördermittel zu kriegen und dabei sich die Katze in Schwanz, keine Studien durchführen, also auch die Studien der letzten Jahre haben wir eigentlich alles in Eigenmittel gemacht.

00:16:51: Von

00:16:51: daher ist es ein Wunder das doch so viel an Studien noch zustande gekommen und das geht eigentlich nur mit jeder Menge Idealismus und Selbstausbeutung.

00:17:02: Und

00:17:03: sehr viel Lust!

00:17:04: Dass man also intrinsisch hinter einem Thema steckt.

00:17:07: Aber eben auch mit einer Vision, die dahinter steckt und eine irgendwie auch Überzeugung dass das wirklich Ein Ansatz ist, der Perspektiv mehr eröffnet.

00:17:15: Die einfach ursachenbezogene Diagnostik und Behandlung und sehr individualisierte Behandlungen ermöglicht mit sehr viel Potenzial

00:17:23: vor diesem Hintergrund.

00:17:25: in Trailer Eins haben wir ja von einem Game Changer gesprochen.

00:17:30: das war nicht nur ein Werbespruch.

00:17:32: Wir sind mehr denn je überzeugt dass in bestimmten Bereichen natürlich nicht für das komplette Sozialsystem aber in bestimmte Bereichen die seriöse strukturierte Anwendung der Applied Kinesiology tatsächlich ein Game Changer sein kann.

00:17:48: Nur Ideen scheitern halt zunächst mal an den vorhandenen Strukturen, wenn wir da am Weltbild vieler Fächer rütteln ist die normale psychologische Reaktion erst einmal abwehr und das haben wir zur Genüge erfahren und es braucht einfach genug Penetranz.

00:18:09: Da hat es zu mir vor kurzem ganz guten Spruch.

00:18:12: Du meinst, der wird irgendwie Schopenhauer zugeschrieben?

00:18:14: Genau.

00:18:15: Ich bin überzeugt so wird es kommen!

00:18:17: Der lautet jede Wahrheit durchläuft drei Stadien.

00:18:21: Zuerst wird sie verlacht dann bekämpft Dann gilt sie als selbstverständlich.

00:18:28: Ich habe so das Gefühl, dass sich in den letzten Jahren schon so eine Dynamik entwickelt hat.

00:18:32: Dass mehr Interesse kommt und zwar auch aus medizinischen Reihen.

00:18:35: werden wir jetzt doch ein paar Kliniken wo erstmal viele Therapeuten bei uns in die Ausbildung kommen und das geht aber nur wenn die Leitung, die klinische Leitung da oben

00:18:44: ist?

00:18:44: Genau!

00:18:44: Die muss das mittragen...

00:18:46: Und andererseits auch über einen wissenschaftlichen Bereich, dass da durchaus Chefärzte Interesse haben und die Forschung, die wir betreiben so interessant finden, dass sie das mit fördern möchten.

00:18:57: Und über den Weg könnte es auch leichter sein Fördermittel zu kriegen, weil wir dann eben ärztlich auch angegliedert sind.

00:19:02: Genau,

00:19:03: im

00:19:04: klinischen Hintergrund.

00:19:06: Und das bietet schon einfach Möglichkeiten und vielleicht den Rahmen um eine Stufe weiterzukommen?

00:19:14: Ja, vielleicht sind wir jetzt auf der Schwelle von Stadium II zu drei.

00:19:20: schön wäre es.

00:19:20: Man muss auch das Bekämpfen verstehe ich schon, also jetzt wird so viel Chalaternerie damit betrieben oder unseriöses Verhalten und gerade deswegen bei uns einerseits davon abgrenzen.

00:19:34: andererseits braucht es deswegen eben auch die wissenschaftliche Fundierung und damit haben wir eigentlich.

00:19:39: diese Kombi aus Wissenschaftler- und Praktikern ist dafür eigentlich ideal.

00:19:45: In Folge vier befassen wir uns noch eingehend mit den Kritiken, die ja im Raum stehen von denen durchaus das ein oder andere wirklich begründet ist.

00:19:54: Den müssen wir uns stellen.

00:19:56: aber vieles davon ist eben pauschalisiert und hier wäre es toll wenn wir in der Sache bleiben also nicht die ideologischen Schranken haben.

00:20:05: Wir wollen keine Grabenkämpfe zwischen irgendwelchen Berufsgruppen oder irgendwelchen Interessen verbenden, sondern uns geht es allein um die Inhalte.

00:20:15: Die Rahmenbedingungen sind derzeit dafür eigentlich ganz gut weil das System kann nicht mehr so weiter.

00:20:22: Wenn wir Weltmeister in Knie-Tab-Operationen sind dann stimmt ja was nicht?

00:20:27: zum Beispiel da könnten wir wenn wir rechtzeitig eingreifen wirklich ein Game Changer sein

00:20:33: und dafür braucht es einfach einen differenzierten Blick auf die verschiedenen Vor- und Nachteile Definitiv auch die Kritiken.

00:20:39: Es braucht einen seriösen Blick drauf und auch einen seriosen Einsatz von dem Ganzen.

00:20:44: Am

00:20:44: Ende liegt es nicht an der AK, ob sie genial oder humbug ist.

00:20:48: Dieser Moskultest ist ein wunderbares Werkzeug aber was man damit macht das ist entscheidend.

00:20:54: also letztlich die Art und Weise mit diesem Werkzeug umzugehen entscheidet Ist es genial?

00:21:00: Oder doch humbug?

00:21:03: Was für ein guter Abschluss!

00:21:04: Das war doch mal eine Bindung.

00:21:08: Ja, dann wollen wir noch was sagen.

00:21:11: Ach so!

00:21:12: Das war die kleine Bundesfolge.

00:21:13: Eigentlich sollte ich dir nur ganz kurz sagen wie wir von Wissenschaftler zum Heilpraktiker kommen

00:21:19: und vielleicht

00:21:21: auch wieder zusammen passen?

00:21:22: Genau, dass es eine generische Entwicklung war.

00:21:24: Ja das war ne kleine Bundes Folge.

00:21:26: Wir hören uns hoffentlich bei den weiteren Folgen.

00:21:29: Vielen Dank fürs Einschalten

00:21:43: Neue Folgen an jedem ersten Montag des Monats oder abonnieren Sie uns einfach überall, wo es Podcasts gibt.

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