Folge 5 Wir haben ja Ersatzteile Teil 3
Shownotes
Folge 5 „Wir haben ja Ersatzteile“ Teil 3 Das Syndrom – Die Folgen der Muskelinstabilität
Podcast: Applied Kinesiology – Genial oder doch Humbug? Von Laura Schaefer & Frank Bittmann Veröffentlicht: 05. Oktober 2026
Kapitel/Timing:
- 00:00 – Intro/Prolog
- 03:40 – Das Mantra vom Überlastungssyndrom
- 08:45 – Symptom 1: Das schmerzende Gelenk
- 24:00 – Symptom 2: Das Instabilitätsmuster und der Elefant
- 31:35 – Symptom 3: Gelenkfunktionsstörungen
- 40:00 – Symptom 4: Störungen des Bewegungsablaufs
- 46:20 – Symptom 5: Schmerzen in der Muskulatur - Myofasziale Störungen
- 54:25 – OUTRO && RECAP Laufzeit: 59:10
NEU: Die Take-home-Messages • Schmerzquelle: Der Gelenkknorpel selbst hat keine Nozizeptoren. Der Schmerz entsteht in Kapsel, Bändern, Synovia, Periost, subchondralem Knochen und im äußeren Meniskusdrittel. • Mechanismus (Hypothese): Instabile Muskeln führen zum Verlust der Gelenkzentrik. Das Gelenk wird lax, und die schmerzsensiblen Strukturen geraten unter Stress. • Das Syndrom ist mehr als Schmerz: Dazu gehören das Instabilitätsmuster der Muskeln, Gelenkfunktionsstörungen (Hyperlaxizität, Blockierung, Subluxation), Störungen des Bewegungsablaufs und myofasziale Störungen. • Teufelskreis: Gelenkfunktionsstörung und Muskelinstabilität verstärken sich gegenseitig. Das System kommt allein nicht mehr heraus. • Myofasziale Störungen: Sie entstehen, wenn instabile Muskeln reaktiv belastet werden. Bei schnellen Rezidiven muss man die Muskeln stabilisieren, nicht nur myofaszial behandeln. • Belastung ist der Verstärker, nicht die Ursache: Die eigentliche Ursache ist die zu geringe Belastbarkeit durch muskuläre Instabilität (ein „Minderbelastbarkeitssyndrom“). • Seriöse Testung: Erwartungsfrei testen und die Kontrolltestung nach der Behandlung mit voller Kraft durchführen. Objektive Messung schützt vor Suggestion. • Ausblick: Die funktionellen Ursachen der Muskelinstabilität (das „F“ in FInS) folgen in Teil 4.
Verlinkte Publikationen
Strukturelle Korrelate mit Schmerz bei Gelenksarthrose: Hunter, D. J., McDougall, J. J., & Keefe, F. J. (2008). The symptoms of osteoarthritis and the genesis of pain. Rheumatic Disease Clinics of North America, 34(3), 623–643. https://doi.org/10.1016/j.rdc.2008.05.004 Hunter, D. J., Guermazi, A., Roemer, F., Zhang, Y., & Neogi, T. (2013). Structural correlates of pain in joints with osteoarthritis. Osteoarthritis and Cartilage, 21(9), 1170–1178. https://doi.org/10.1016/j.joca.2013.05.017
Zur nozizeptiven Versorgung von Menisken: Zimny ML, Albright DJ, Dabezies E. Mechanoreceptors in the Human Medial Meniscus. Acta Anatomica. 1988;133(1):35–40. DOI: 10.1159/000146611 Mine T, Kimura M, Sakka A, Kawai S. Innervation of nociceptors in the menisci of the knee joint: an immunohistochemical study. Arch Orthop Trauma Surg. 2000;120(3–4):201–204. DOI: 10.1007/s004020050044 Lin Y, Zhang K, Li Q, Li J, Xu B. Innervation of nociceptors in intact human menisci along the longitudinal axis: semi-quantitative histological evaluation and clinical implications. BMC Musculoskeletal Disorders. 2019;20:337. DOI: 10.1186/s12891-019-2706-x Materialien zur Folge Ergänzende Abbildungen und Grafiken zu dieser Folge findet ihr direkt, wenn ihr uns über unseren YouTube-Kanal hört. Der link: https://www.youtube.com/@akpodcast-lf
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Stimmen, Characters & Quellen 🎩 Laura Schaefer – Host (Originalstimme) Promoviert in Sportmedizin und habilitiert in den Gesundheitswissenschaftlen, gemeinsam mit Frank Autorin von über 20 peer-reviewed Publikationen zur neuromuskulären Regulation. Leitung Akademie für Gesundheit und Sporttherapie.
🎩 Frank Bittmann – Host (Originalstimme) Vormals Professor für Sporthysiologie, spezialisiert auf Regulationsmedizin, gemeinsam mit Laura Autor von über 20 peer-reviewed Publikationen zur neuromuskulären Regulation. Kursleitung Applied Kinesiology basierte Integrative Medizin.
🤖 Michael – Skeptischer Moderator (KI-Stimme) Die Stimme des kritischen Gegenübers – generiert mit ElevenLabs auf Basis der Stimme von Michael Danisch.
🤖 Claude – KI-Analystin (KI-Stimme) Die KI von Anthropic – im Podcast als neutrale Analystin und wissenschaftliche Bibliothekarin. Stimme generiert mit ElevenLabs (Jane – Professional Audiobook Reader; Jeanette – Audiobook (2025-02-08_1330)). Hinweis: Diese Stimme wird künstlich erzeugt.
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Bild Pferd: https://pxhere.com/de/photo/752265; CC0 Public Domain
Musik & Sounds Alle Sounds stammen von Freesound.org bzw. ElevenLabs und werden gemäß ihrer jeweiligen Creative-Commons-Lizenz verwendet.
🎵 Intro-Musik: 645177_ busabx_funk slap bass riff by – freesound.org/s/645177/ – License: Attribution 4.0 🎵 Logo-Sound / Serienkennung: 458426__quetzalcontla__warm-guitar-rhythm-glitched-intro.wav; Warm guitar rhythm glitched Intro by quetzalcontla – freesound.org/s/458426/ – License: Attribution 4.0 🎵 Transition-Sound: 773468__crashbulb__85-bpm-4-bar-loop-sparse-rhythm-guitar-bass-and-drum-kit.wav – freesound.org/s/773468/ – License: Creative Commons 0 🎵 Outro-Musik: 250750__joshuaempyre__chill-guitar-with-drums-loop.wav Chill Guitar with Drums - LOOP.wav by joshuaempyre – freesound.org/s/250750/ – License: Attribution 4.0 🎵 Weitere Soundeffekte von ElevenLabs Unterstützung durch Künstliche Intelligenz Dieser Podcast wird unterstützt durch Claude, die KI von Anthropic. Claude assistiert bei Konzeption und Dramaturgie, Literaturrecherche und wissenschaftlicher Einordnung, Texterstellung (Skripte, Shownotes, Zusammenfassungen) sowie technischen Fragen rund um Produktion und Distribution.
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Arbeitsteilung von Laura & Frank: Konzept: Frank Bittmann & Laura Schaefer Script, Aufnahme, Bearbeitung, Publishing: Frank Bittmann Parallel arbeitet Laura an weiteren wissenschaftlichen Publikationen zu diesem Thema. Siehe hierzu auch: https://www.linkedin.com/in/laura-v-schaefer-2065b06b/
Transkript anzeigen
00:00:09: Die mehrteilige Folge fünf behandelt ein Thema von epidemischem Ausmaß.
00:00:15: Gelenkprobleme,
00:00:16: Schmerzen?
00:00:18: Mit oder ohne Strukturschaden.
00:00:21: und am Ende werden in Deutschland über dreihundertseizigtausend Hüft- oder Kniegelenke ausgetauscht.
00:00:29: Das weckt Assoziationen mit einem Reparaturbetrieb.
00:00:33: Verschleiß hieß es über Jahrzehnte.
00:00:35: Da kann man nichts machen.
00:00:37: Auch nach Jahrzehnten der Forschung bleiben die eigentlichen Ursachen unklar.
00:00:43: Aber das Verschleißmantra scheint vom Tisch!
00:00:47: Bildgebungen und Beschwerden passen oft nicht zusammen.
00:00:50: Es ist verwirrend.
00:00:52: Unbeschädigte Gelenke schmerzen, aber schmerzfreie Gelenken haben Strukturschäden.
00:00:58: Laura & Frank schlugen ein neues Konzept vor.
00:01:00: es öffnet den Vorhang für einen ganz anderen Blick auf die Dinge.
00:01:07: Unklare orthopädische Symdome werden plötzlich plausibel.
00:01:11: Im Zentrum steht die muskuläre Instabilität, darum ging es zuletzt im Teil zwei von Folge fünf.
00:01:18: Heute geht es darum wie ganz konkret Gelenkschmerzen
00:01:21: entstehen.
00:01:22: Wenn wir das verstanden haben können wir Behandlung endlich auf die Ursachen richten.
00:01:27: Und damit hallo zusammen und herzlich willkommen zurück sagen wieder Frank Bittmann
00:01:31: und Laura Schäfer Wie schön dass ihr wieder dabei seid.
00:01:34: Wir sind immer noch in Folge fünf, die sich wohl immer weiter auswächst.
00:01:39: Wir dachten ja zuerst es geht in einer Einzelepisode also die Folge Fünf aber inzwischen sind wir schon bei Teil drei.
00:01:46: Ihr erinnert euch eigentlich wollten wir das dritte Kapitel noch in Teil zwei unterbringen Aber Michael trat auf die Bremse.
00:01:54: Damit der Anschluss passt gibt Claude uns erstmal einen kurzen Rückblick.
00:01:58: Es ging um unser Konzept dass wir Finns nennen.
00:02:03: In Teil zwei haben wir den Namen aufgeschlüsselt.
00:02:06: Im Zentrum steht die Instabilität von Muskeln, die wir mit innen abkürzen.
00:02:11: Sie ist keine Pathologie!
00:02:13: Muskel- und Nervensystem sind intakt.
00:02:15: Sind Muskeln instabil?
00:02:17: Ist das eine Reaktion auf
00:02:18: Störungen?!
00:02:19: Ihre adaptive Haltekraft bricht dann
00:02:21: ein –
00:02:22: sie halbiert sich in etwa.
00:02:24: Unterlast bedeutet das frühes Nachgeben und Destabilisierung von Gelenken.
00:02:29: Um die Stabilität eines Gelenks zu beurteilen, müssen möglichst alle seine Muskeln betrachtet werden.
00:02:34: Einzelne Muskeln sind kaum aussagefähig – wir brauchen das komplette Mosaik aus stabilen und instabilen Muskeln.
00:02:42: Typische Kennmuskeln sind besonders relevant.
00:03:07: Folge fünf, wir haben ihr Ersatzteile.
00:03:11: Teil drei?
00:03:12: Das Syndromen – die Folgen der Muskelinstabilität.
00:03:21: Also gut jetzt wei!
00:03:22: Ihr seid mir noch was schuldig.
00:03:24: das S von Finns Los geht's also dass es steht für syndrome ein komplex von Symptomen.
00:03:32: also bei Finns sind das die folgen wenn muskeln über längere zeit instabil bleiben
00:03:39: Und dann eben in diesem Zustand belastet werden.
00:03:42: Die Standarddiagnose lautet dann Überlastungssyndrom
00:03:52: Das Mantra vom Überlastungssyndrom
00:03:56: Was kaum jemand auf dem Schirm hat, die instabilen Muskeln.
00:04:00: Nachgebende Muskeln bedeuten aber geringere Belastbarkeit.
00:04:03: Ein System das vermindert belastbar ist kommt natürlich früher an seine Grenzen.
00:04:09: Oft sind es ganz normale Alltagsbelastungen, die dann schon zu viel werden können.
00:04:13: Ja genau!
00:04:14: Also die wenigsten Tennis-Armen.
00:04:15: Träger spielen ja Tennis.
00:04:17: Oft genügt es mit einer Computermaus zu arbeiten und das soll wirklich zu viel sein?
00:04:23: Das Gleiche mit Achillodonie...
00:04:26: Und vielen anderen typischen Beschwerdebildern.
00:04:29: Viele Betroffene machen kaum Sport nur Alltag.
00:04:31: Nur
00:04:32: Alltag, das sind oft alle Weltsbelastung.
00:04:35: Aber
00:04:35: Sport zeigt sich halt.
00:04:36: auch
00:04:37: Wollte ich gerade sagen, genau im Sport ist das auch der Fall und dazu ein Fall
00:04:43: vor
00:04:43: vielen Jahren kann man Ultramarathonläufer in meiner Sprechstunde.
00:04:48: Ultramaratonis laufen hunderte Kilometer am Stück.
00:04:53: die Cracks in vierzehn Stunden über dreihundert Kilometer.
00:04:57: Das ist echt irre.
00:04:58: Ist verrückt!
00:04:59: Der längste Ultramarathon geht über drei Tausend Einhundert Meilen, also fast fünftausend Kilometer.
00:05:07: Schrecklich!
00:05:08: Und die rennen dann... das ist in New York?
00:05:11: Die rennen genau fünftausend sechshundert neunundvierzig Mal um einen Häuserblock.
00:05:17: Das läuft dann echt in New-York und die laufen da mehr als fast sechstausendmal rum?
00:05:21: Ja wahrscheinlich wochenlang.
00:05:23: Dann kriege ich ja ein Drehwurm.
00:05:25: Also absoluter Wahnsinn.
00:05:26: Aber was ist denn jetzt mit den Patienten?
00:05:28: Achillodynie, links nach fünf Kilometer laufen dann muss er abbrechen.
00:05:34: Er machte monatelang Pause.
00:05:37: es wurde dann besser Dann probierte erst wieder.
00:05:41: das Problem kam zurück.
00:05:43: ganz klar die Beschwerden hingen mit der Belastung zusammen.
00:05:47: aber Das ist erstmal nur eine Korrelation keine Kausalität.
00:05:52: Dennoch wird die Belastung wie die Ursache behandelt.
00:05:55: Die Diagnose-Überlastungssyndrom suggeriert, ja sie sei die Ursache.
00:06:00: Genau Aber
00:06:00: ich meine fünf Kilometer Joggen.
00:06:02: ist für einen solchen Läufer eigentlich die Erwärmung?
00:06:05: Absolut.
00:06:05: Wenn dann der Arzt etwas von Überlastung erzählt, dann lacht sich der Läufer kaputt.
00:06:10: und worauf ich ganz gerne immer noch hinweise Es war ja nur ein Bein betroffen das andere völlig beschwerdefrei Und er läuft ja nun mit beiden Beinen gleich viel.
00:06:19: Das
00:06:19: andere Bein ist genauso weit gelaufen
00:06:22: Also würde mich wundern, wenn nicht.
00:06:23: Das wird schwierig!
00:06:24: Ja also es hatte die gleiche Belastung...
00:06:26: Und allein das beweist ja schon dass es die Laufbelastung alleine nicht sein kann und es muss intrinsische Faktoren geben, die dann zu dem Beschwerden auf der einen Seite dann führen.
00:06:38: Aber worum lag's denn am Ende bei deinem Beispiel?
00:06:40: In dem Fall ein Zahnproblem.
00:06:43: Es war im Verheiter da molar passende Weise auf der gleichen Seite wie die schmerzende Sehne.
00:06:49: Dann ging es zum Zahnarzt und zwei Monate nach der Zahnbehandlung, gewann er einen Zweihundert Kilometer laufen.
00:06:55: Er schickt ihm den Zeitungsartikel.
00:06:58: Dieses Beispiel macht glasklar nicht die Belastung ist das Problem.
00:07:03: Absolut nicht!
00:07:04: Es ist ganz offensichtlich die Belassbarkeit.
00:07:06: Trotzdem bekommen Patienten seit Jahrzehnten zu hören Überlastung.
00:07:11: Fast jede Woche kommt eine Patientin mit, die Ärztin sagt ich habe eine Überlastungen.
00:07:16: Ich hab mich überlastet.
00:07:18: Es war zu viel dabei.
00:07:21: Ich bring mal ein überzogenes Beispiel, aber davon bin ich überzeugt.
00:07:26: Du könntest acht Stunden mit der Bratpfanne Tennis spielen.
00:07:32: Dann bist du sicher erschöpft und vielleicht hast du Muskelkarte Aber einen Tennisarm bekommst du nicht wenn dein System stabil ist Und das auch bei der Belastung bleibt.
00:07:42: Entsprechend trifft also die Standarddiagnose Überlastungssyndrom zielsicher daneben.
00:07:47: Was wohl stimmt ist, wir haben einen Miss-Match zwischen Belastung und Belastbarkeit aber die Belastungen sind nicht zu hoch sondern die Belastenbarkeit der Resilienz ist zu niedrig
00:07:57: Ganz genau!
00:07:58: Die Überlastung ist dann nur relativ.
00:08:01: Die Leute haben ein Resiliencedefizit.
00:08:04: Also in Analogie zum Allseits bemühten überlastungs syndrome könnte man sagen Ein Minder-Belastbarkeitssyndrom.
00:08:13: Das ist ein bisschen sperrig, aber ja... Es trifft zumindest den Kern der Sache.
00:08:17: Oder
00:08:17: Resilienz?
00:08:18: Defizit?
00:08:19: Defizin-Zyndrom!
00:08:21: Wir brauchen ja das Syndrom auch sperrig.
00:08:22: Ja wir brauchen es Syndronen.
00:08:24: Okay, aber Minderbelastbarkeit-Syndrome trifft es ja zumindest im Kern und es ist nur sperrig.
00:08:29: Aber wie sieht es denn nun aus?
00:08:31: Euer Minder belastbar keilsyndrohm?
00:08:33: Da kannst du das ganze Spektrum von Beschwerden an Gelenken und Muskeln nehmen Michael
00:08:38: Sofern die nicht auf Systempatologien zurückzuführen sind, wie zum Beispiel entzündliche rheumatische Erkrankungen.
00:08:46: Absolut korrekt!
00:08:47: Im Vordergrund steht natürlich Schmerzen und da lohnt es sich schon einmal genauer hinzuschauen wo und wie der entsteht.
00:09:00: Symptom eins – das schmerzende Gelenk.
00:09:04: Die Patientin kommt ja wegen der Gelenkschmerzen aber was genau schmerzt da?
00:09:09: Die Orthopädin schaut zuerst aufs Bild und findet sie dann einen Knorpelschaden, scheint der Übeltäter gefunden.
00:09:17: Die Schmerzen werden häufig oder in der Regel darauf zurückgeführt.
00:09:21: In Teil eins haben wir gehört das Bild- und Schmerz oft nicht zusammenpassen.
00:09:26: also Klot kannst du uns aufklären?
00:09:27: kommt der schmerz vom kaputten knorpel?
00:09:31: Mach ich gerne!
00:09:32: Der zentrale punkt zuerst... Er kann also gar nicht direkt schmerzen, so massiv der Substanzverlust im Röntgenbild auch aussehen mag.
00:09:46: Das deckt sich mit dem was wir schon in Teil eins gesehen haben.
00:09:49: Bildbefund und Beschwerden laufen oft auseinander.
00:09:53: Schmerzfasern finden sich da dessen in den Strukturen die den Knorpel umgeben und tragen In der Gelenkkapsel, in der Sinovialmembran Im Periost, in den Wendern teilweise in den Menisken Und ganz besonders reichhaltig im subkondralen Knochen, also direkt unter der Knorpelschicht.
00:10:14: Ein narrativer Übersichtsartikel von Hunter et al aus zwei Tausend dreizehn bringt es auf den Punkt.
00:10:29: Gelenknahe Muskulatur und die Gelenkkapsel samt ihrer inneren Synovialschicht sind allesamt reich innoviert.
00:10:39: Und gelten als die wahrscheinliche Quelle der Schmerzempfindung.
00:10:43: Anders gesagt, nicht der Knorpelverlust selbst tut weh sondern das was darunter und ringsherum liegt.
00:10:51: Handte et al ergänzen dann aber noch however Subjects with the same degree of structural damage experience widely different levels.
00:10:59: Allerdings erleben Patienten mit demselben Ausmaß an struktureller Schädigung sehr unterschiedliche Schmerzintensitäten, ein Phänomen das bislang kaum verstanden ist.
00:11:11: Das finde ich besonders interessant, dass Schmerzen ganz unterschiedlich wahrgenommen werden.
00:11:15: Aber das kennt man ja auch von sich selbst und das liegt vielleicht auch eher daran wie die Signale dann zentral verarbeitet werden?
00:11:22: Ja, das kennen wir auch aus der Praxis.
00:11:24: Wir haben ja zum Teil auch wirklich schmerzhafte manuelle Techniken aber dies sind ganz unterschiedliche für die Patienten.
00:11:31: Manche leiden da massiv und andere spüren da fast nichts.
00:11:35: Aber auch individuell unterscheidet es sich sehr.
00:11:37: Ja, das meine
00:11:38: ich ja.
00:11:39: Ach so, du meinst jetzt?
00:11:39: Ich meine intraindividuell ein Mensch kann zeitlich sehr unterschiedlich den Schmerz und wahrnehmen.
00:11:44: also es variiert.
00:11:45: Das
00:11:45: kennen wir ja.
00:11:46: wenn man Infekt haben da gibt's ja spontan Kopfschmerz.
00:11:49: Fakt ist auf jeden Fall der Schmerzen finden ist nicht konstant.
00:11:52: Es variiert zeitlich.
00:11:54: Man kennt es vielleicht selber Wenn man müde ist gestresst einen Infekt hat oder gerade eine depressive Phase hat oder etwas niedergeschlagen ist dann ist man schmerzanfängiger.
00:12:03: Ganz genau Das zeigt, Schmerz wird moduliert und warum soll das nicht auch bei motorischer Steuerung der Muskeln so sein?
00:12:12: Also jeder Sportler kennt das.
00:12:14: Es gibt ja den Einfluss der Tagesformen.
00:12:17: aber lass mich nochmal kurz nachfragen da es hier ja auch um Knie geht.
00:12:21: Claude du sagtest Menisken wären teilweise notsizeptiv versorgt.
00:12:27: Das überrascht denn sie bestehen ja aus Knorpel der ja unempfindlich sein soll.
00:12:33: also Ich gebe zu, das ist für mich neu.
00:12:36: Bisher ginge ich davon aus dass wir nicht generell schmerzfrei sind.
00:12:39: Ich
00:12:39: glaube, wir haben da schon mal drüber gesprochen vor etlichen Monaten und da warst du ähnlich überrascht.
00:12:46: Kannst du mal sehen wie die Halbwertzeit meiner Lüschprozesse aussieht?
00:12:50: Offenbar war es nicht wichtig genug der Söldesprecher.
00:12:53: Aber jetzt merke ich's mir wahrscheinlich.
00:12:55: Auf jeden Fall!
00:12:55: Aber mal hören was Claude dazu sagt...
00:12:59: Tja Frank, das ist tatsächlich ein wenig differenziert.
00:13:02: Mehrere histologische Arbeiten – die Quellen habt ihr wieder in den Show Notes – zeigen übereinstimmend.
00:13:09: Nervenfasern und Nozizeptoren finden sich hauptsächlich in der Peripheren-Vascularenzone dem äußeren Drittel des Miniskus.
00:13:17: Das ist der gesamte gefäßversorgte Randbereich entlang der Zirkumferenz.
00:13:22: Je weiter man nach außen an den Rand des Miniskus kommt desto empfindlicher wird er.
00:13:27: Am empfindlichsten sind aber die Vorder- und Hinterhörner.
00:13:31: Der innere, arvaskuläre Knorpelkörper ist dagegen praktisch frei von Notzizeptoren.
00:13:36: Dort fehlt sowohl die Gefäßversorgung als auch die relevante Innovation – was auch erklärt warum Risse in diesem Bereich oft klinisch stumm bleiben während Risse im äußeren Drittel und besonders in den Hörnern unmittelbar Schmerz auslösen können.
00:13:53: Das was bei Arthrose kaputt geht, diese Teflon-Glathe-Lauffläche der Gelenkpartner ist also nur der Zuschauer.
00:14:00: Und die eigentliche Bühne für den Schmerz ist ringsherum
00:14:03: oder sitzt darunter.
00:14:05: Das wäre aber erst bei weit fortgeschrittenem Schaden, wenn da schon die Knochen glatze wie man so schön sagt,
00:14:13: eingetreten
00:14:16: ist.
00:14:16: und jetzt schließt sich der Kreis zu unserem Innen aus.
00:14:20: Teil zwei Was passiert denn mechanisch, wenn Prime Mover oder Stabilizers instabil sind?
00:14:26: Bevor wir darauf eingehen sollten wir noch mal sagen dass die folgenden Betrachtung sich zwar auf unzählige Beobachtungen Erfahrungen in der Praxis
00:14:36: stützt.
00:14:37: Sie ist inhaltlich plausibel das finden wir zumindest aber sie ist eben noch hypothetisch.
00:14:42: also es sind unbevisene Behauptungen noch
00:14:45: zumindest.
00:14:47: Wir sind ja dabei da einige Studien zu machen Aber das dauert.
00:14:51: Aus meiner Sicht ist es zum ersten Mal auch eine plausible Erklärung für die ganze Kaskade der Entstehung von Beschwerden.
00:14:57: Also, wenn einwirgende Kräfte durch die Muskeln des Gelenks nicht adäquat kompensiert werden, ist zu erwarten dass die Gelenkpartner ihre optimale Position zueinander also ihre Zentrik verlieren.
00:15:11: Dann wird das Gelenklacks etwas salopp gesagt Die knöchern im Partner eiern ohne hinreichenden Muskelschutz aufeinander rum und die Kräfte wirken dann auf Bereiche, die dafür nicht ausgelegt sind.
00:15:23: Und genau dort in der überlasseten Kapsel den Bändern, in der irritierten Zynovia
00:15:28: usw.,
00:15:29: sitzen die Notizeptoren, die dann Alarm schlagen.
00:15:33: Und sie werden umso mehr gestresst je höher die Belastung ist!
00:15:36: Belastungen ist also der Co-Faktor, der verstärkend wirkt – Die Ursache aber?
00:15:41: SD instabilität Das Syndrom für das es S steht kommt also aus dem Nichts ist keine unergründliche oder essentielle Erkrankung, es ist die logische Folge der Instabilität.
00:15:55: Genau
00:15:56: und Binnengewebe ist dann das Opfer und signalisiert das mit Schmerz.
00:16:00: Wenn das System aber stabil ist, werden auch hohe Belastungen vertragen.
00:16:04: Man muss jetzt hier immer natürlich... Der Trainingszustand spielt schon eine Rolle.
00:16:10: Also jemand, der noch nie gejockt ist und der fängt dann plötzlich an, gleich zehn Kilometer zu laufen?
00:16:15: Das kann ja noch zu viel sein.
00:16:18: wenn ich einfach auch für meinen Trainingszustand viel zu hohe Last bewege.
00:16:22: Auch beim Krafttraining?
00:16:23: Ja, also wir sprechen über Belastung die adäquat zur erwartenden Belastbarkeit stehen.
00:16:28: Genau
00:16:29: zum Trainings- Zustand letztlich!
00:16:30: Aber gerade bei den gelenktbeschwerden ohne Strukturschaden haben wir dann aber sehr gute Karten, wenn wir für Muskelstabilität sorgen.
00:16:38: So ist es und ein großer Teil der Kniepatienten gehört ja genau in die Gruppe.
00:16:44: Kniebeschwerten ohne Struktur schaden.
00:16:46: Ich meine, wir haben auch ganz gute Karten eigentlich wenn schon ein Strukturschaden da
00:16:50: ist.
00:16:51: Da geht auch viel.
00:16:52: aber am besten am Anfang ne?
00:16:55: Wenn das System beginnt zu entweichen.
00:16:57: Na ja, da müssen wir ansetzen um möglichst voll Geschäden dann zu vermeiden.
00:17:03: Wir müssen also das System stabil kriegen damit die Belastbarkeit gegeben ist und Belastung wieder vertragen wird.
00:17:09: Das waren jetzt Schmerzen aus dem Gelenk!
00:17:13: Das ist aber noch kein Syndrom.
00:17:14: Was gehört noch dazu?
00:17:16: Welche Symptome haben wir noch, der Manifeste Strukturschaden am Gelenk selbst gehört ja eigentlich auch dazu.
00:17:23: Nur die fortgeschrittene Arthrose dann
00:17:24: zum Beispiel.
00:17:25: Also das ist das Endprodukt des sehr lange laufenden Instabilitätssyndroms und wir wollen ja eigentlich viel früher einsetzen.
00:17:33: in diesem Stadium wird der Schaden selbst zum Hauptproblem
00:17:36: also im späten Stadion
00:17:38: in diesem späten Stadium und sorgt selbst für instabile Muskeln.
00:17:41: Und damit hält er diese Abwärtsspirale am Laufen.
00:17:44: Das
00:17:44: ist dann oft wirklich ein Teufelskreis?
00:17:45: Ja, dennoch lassen sich oft auf solche schwer beschädigten Gelenke in gewissen Grenzen besser.
00:17:53: Manchmal wirklich verblüffend was der Körper noch kompensieren kann.
00:17:56: Ja absolut!
00:17:58: Spannender sind aber eigentlich – und hier sollten wir ansetzen die frühen Phasen wenn das System gerade kippt oder nicht lange in dieser Abwärtspiralle kreist.
00:18:08: Und dann ist die Störung nämlich noch weitestgehend funktionell und damit reversibel.
00:18:12: Und hier liegt eben das große Potential, dass
00:18:15: systematisch auszuräumen würde sehr viel Gelenkschäden vermeiden...
00:18:20: ...und OPs...dann
00:18:21: in der Folge!
00:18:22: ...und Beschwerden- und Ausfälle.
00:18:24: Aber gut, wir behaupten jetzt, dass wir genau in diesem frühen Stadium die meisten Entgleisungen abfangen können.
00:18:31: Und das System um im Bild zu bleiben wieder aufs Gleis zurückzusetzen?
00:18:35: Also die falsch gestellte Weiche wird justiert und der Zug fährt ungestört weiter!
00:18:40: Du meinst jetzt mit Gleisen und Weichen die Gelenkpartner, die nicht mehr zusammen passen?
00:18:45: Die Entgleison der Stabilität der Muskeln infolge irgendeiner Störung.
00:18:50: Und wenn das so bleibt, dann gehst du in die Abwärtsspirale.
00:18:55: So ist es gedacht!
00:18:56: Dann
00:18:58: verstehst Du's jetzt auch!
00:19:01: Aber wie erkennen wir denn die falsche Weichenstellung?
00:19:05: Hier bietet die AK einen riesen Vorteil, denn wir müssen nicht warten bis die Struktur kaputt ist, sondern können sehr früh detektieren...
00:19:13: Wenn erste Störungen auftreten.
00:19:15: Dann könntest du mir den Satz vervollständigen.
00:19:17: Das sind ja ein Team.
00:19:18: Ja
00:19:18: absolut Und das liegt einfach daran, dass eben diese Muskelfunktion super sensitiv ist.
00:19:23: Ja und
00:19:23: die Funktion prüfen?
00:19:25: Genau!
00:19:25: Nicht die Struktur.
00:19:27: Wir haben jetzt hier auch vor kurzem die Muskelstabilität bei den Fußballern erhoben... Ich glaube wir hatten es schon mal kurz gesagt aber ich wiederhole's nochmal.
00:19:35: Die waren ja alle voll im Training, hatten trotzdem innerhalb der letzten Jahre Beschwerden, aber offenbar nicht mehr so akut, dass sie nicht spielen konnten.
00:19:44: Aus vielen?
00:19:44: Genau aus vielen weder im Training noch im Match Und wir haben da eine unheimlich große Prävalenz von Instabilitäten gefunden, und zwar vor allem bei denen die Beschwerden hatten.
00:19:55: Also hier ist es offenbar noch nicht so weit, dass schon wirklich eine strukturelle... Störung da ist und die Beschwerden so stark sind, dass sie ausfallen.
00:20:04: Aber die Instabilitäten sind schon im Zufinden.
00:20:06: Und diese
00:20:07: Beschwerde hingen dann auch mit den Befunden zusammen?
00:20:10: Wir müssen jetzt allerdings ein bisschen relativieren.
00:20:12: wir hatten nur vier die komplett beschwärdefrei waren
00:20:14: Ja
00:20:15: aber die hatten auch keine instabilitäten.
00:20:17: also ich glaube einer hatte einen muskel der entsteht.
00:20:18: Also
00:20:19: wir brauchen daran noch mehr Forschung.
00:20:20: zweifelsfreien ja
00:20:21: aber die ersten hinweise sind schon sind schon ganz gut.
00:20:25: Was haben wir neben den Schmerzen?
00:20:27: Das war ja die Frage von Claude.
00:20:29: Und deswegen kommen eigentlich unsere Patientinnen und Patienten.
00:20:33: Die
00:20:33: kommen wegen der Schmerze, genau.
00:20:36: Aber das Thema Schmerz ist noch nicht ganz abgehakt.
00:20:39: Der Patient sagt mein Knie schmerzt aber da brauchen wir doch noch Details.
00:20:44: also an einem Nese wann genau tut es weh?
00:20:47: gibt es Spitzenzeiten Ideen für Auslöser?
00:20:50: und vor allem auch noch
00:20:52: Wo genau tut es weh?
00:20:54: Das geht dann direkt in die Untersuchung über.
00:20:57: Gibt das ein Zündungszeichen oder auch einen Ergust, kann ich den Schmerz auslösen durch eine bestimmte Gelenkposition?
00:21:04: und dann das Wichtigste finde ich Druckdolente, Areale oder Punkte.
00:21:08: also können wir die Schmerzkwelle lokalisieren.
00:21:11: dazu ein kleines Beispiel eine ambitionierte Läuferin, Marathon-Läufern.
00:21:20: Das zeigt das so ein bisschen bekam immer nach ein paar Kilometern Fußschmerzen und musste abbrechen.
00:21:27: also diesmal war es nicht der Zahn aber es ging auch monatelang.
00:21:32: wie ihr wisst haben die Sprunggelenke und die Fußwurzel etliche Gelenke und dort auch viele teilweise winzige Bänder.
00:21:39: durch punktgenaue Palpation fand ich dann ein einzelnes, massiv druckdolentes Band zwischen Osmarwikulare und einem der Ossakone Form.
00:21:49: Also ein einziges des ganzen Fußes – das kam offensichtlich beim Laufen unter Stress!
00:21:56: Ein solches Band kann dir den kompletten Fuß destabilisieren wenn es gereizt wird.
00:22:02: Also musst du deine Behandlung auf dieses Band abstellen oder das auf jeden Fall mit einbeziehen?
00:22:08: Darf
00:22:09: ich da noch kurz einhaken?
00:22:10: Hast du auch eine Geschichte?
00:22:12: Nein, also ich habe keine Geschichten.
00:22:14: Wir würden schon uns schieten einfach, aber ich meine jetzt hier eigentlich ist das Band wahrscheinlich ja auch nur so unter Stress weil die Muskeln instabil sind.
00:22:22: Das muss ne Ursache machen.
00:22:23: Also da drüber gibt es noch eine Ursache oder gab es und wenn die Ursache dann schon weg ist, dann reicht es, wenn Du das Band machst.
00:22:32: Und dann kann es sein dass das halt übrig ist und verhindert, dass Du belastbar wirst.
00:22:37: Also klar, das tut nicht einfach so weh.
00:22:40: Sondern da muss es einen Grund gegeben haben.
00:22:41: Darauf wollte ich noch mal ganz kurz
00:22:43: sehen aus
00:22:44: und worauf wir auch ein bisschen achten müssen ist dass beim Muskeltest für mir die machen die Patienten liegen ja Das heißt, sie sind eigentlich ohne großartige Belastung.
00:22:53: Wenn sich das schon zeigt ist es natürlich sehr eindeutig.
00:22:55: aber wir müssen auch wenn jemand komplett stabil ist auf unserer Liege müssen wir den auch in die Belastungen bringen und dann nochmal
00:23:02: testen.
00:23:03: Also wir müssen eigentlich gucken wie stabil ist das System unter Belastungs.
00:23:07: Aber gut, das reicht jetzt erstmal zum Thema Schmerz aus dem Gelenk.
00:23:10: was gehört denn noch zum Symptom?
00:23:12: Was hätten wir da?
00:23:13: Das Muster der instabilen Muskeln.
00:23:17: Das ist ein kleiner Zirkelschluss.
00:23:19: Ja, das ist erstmal ein kleiner Diktionsbruch denn diese Folge hat ja die Überschrift was es die Folge instabiler muskeln.
00:23:26: aber aus Sicht der Praxis gehört das einfach mit ins Bild.
00:23:30: also welche muskeln fallen aus also werden instabil?
00:23:33: aber sie sind natürlich nicht die folge von sich selbst
00:23:36: Nein, aber die Folge von ebener übergeordneten Störungen oder Ursachen.
00:23:41: Und deswegen gehören letztlich die instabilisierten
00:23:43: Muskeln eben zu sein.
00:23:44: Also einfach aus praktischer Sicht müssen wir das mit anschauen.
00:23:48: Gut was haben wir noch?
00:23:49: Diverse Gelenkfunktionenstörungen
00:23:52: und der große komplexste myofastialen Störung.
00:24:00: Symptom zwei Das Instabilitätsmuster und der Elefant.
00:24:05: Zur Muskelstabilität wurde schon viel gesagt Im Eingangstest ganz am Anfang testen wir erst mal ungefähr vierundzwanzig Muskeln.
00:24:15: Also von oberen und unteren Extremitäten,
00:24:17: ne?
00:24:17: Ja, ringsrum etwa sechs pro Extremität.
00:24:20: das Verteilungsmuster der Testergebnisse passt in den allermeisten Fällen plausibel zum Beschwerdebild.
00:24:26: bei einem Knieproblem finden wir dann eben instabile Kniemuskeln.
00:24:31: Sie liefern meist erste Erklärungen für das jeweilige Problem Die Muskelbefunde passend zum Beschwärdebild Das wundert jetzt nicht wirklich.
00:24:41: Ihr wisst ja, warum der Patient bei euch ist, kennt seine Geschichte und die Beschwerden.
00:24:46: Das riecht ja förmlich nach suggestiven Testen!
00:24:50: So findet man immer das Passende.
00:24:53: Berechtigte Einwand Michael Suggestion und Autosuggestion sind die Achillesferse der AK-Muskeltestung.
00:25:01: Sie können das Testergebnis tatsächlich manipulieren.
00:25:04: Deshalb muss man sich als Tester zwingen, erwartungsfrei zu testen.
00:25:08: Denken Sie nicht an den Rosarelefanten im Raum?
00:25:11: Ja das ist natürlich schon ein Punkt!
00:25:13: Natürlich vergesse ich beim Test nicht dass es jetzt um dieses Knie geht aber ich muss einen Mindset finden, dass davon frei ist.
00:25:20: und das könnte so lauten Ich teste jetzt nicht um zu zeigen wie gestört die Kniemuskeln sind sondern ich teste erwartungsfrei und lasse mich überraschen was ich finde.
00:25:31: Danach schauen wir, ob die Beschwerden und das gefundenen Muster zusammenpassen.
00:25:35: Was uns bestärkt?
00:25:37: Dass wir immer wieder überrascht werden, wenn Beschwerdebild- und Muskelbild eben nicht zusammen passen.
00:25:43: Genau!
00:25:44: Regelmäßig überrasch zu werden ist in dem Fall ganz gut... ...und dann stimmt eben etwas nicht.
00:25:49: Aber können wir überhaupt
00:25:51: manipulieren?!
00:25:53: Im Eingangstest suchen wir bei Gelenkbeschwerden nach instabilen Muskeln.
00:25:58: Das ist ja unsere These beschwerden als Folge von Instabilität.
00:26:02: Eigentlich
00:26:02: suchen wir nach dem Gesamtbild, welche Muskeln sind stabil?
00:26:06: Aber die Frage ist ja...
00:26:07: Welche sind instabil?
00:26:08: Wenn da ein Knieproblem ist und wir finden alles stabil dann hätten wir gar keine Ansätze.
00:26:14: Das stimmt absolut!
00:26:15: Also eigentlich ist die Frage welchen Muskeln gehen dort nicht?
00:26:18: dazu?
00:26:18: muss man sich aber zwingen wirklich sauber zu testen und es kann halt sein dass man's nicht findet.
00:26:25: Also bewusst oder unbewusst einen stabilen Muskel als instabil zu testen, was ja der Intention wäre wenn man betrügen will oder manipulieren will.
00:26:36: Geht bei vielen muskeln überhaupt nicht.
00:26:38: gerade beim Knie haben wir die wirklich starken Strecke und Beuger.
00:26:43: Absolut da musstest du schon ein Ringkampf aufhören und ganz ehrlich ich würde es häufig gar nicht schaffen.
00:26:48: Nein auch nicht!
00:26:49: Naja somit wie du dich da voll drauf legst?
00:26:53: Auch nicht
00:26:54: Nein, bei einem richtig stabilen.
00:26:56: Gut wenn es jetzt eine zarte ältere Dame ist dann kann ich mit meinen siebenundachtzig Kilo vielleicht den Muskel niederringen.
00:27:05: Daum
00:27:05: geht's ja nicht.
00:27:06: also man kann sich auf einen stabilen Qualiceps quasi draufsetzen das hält.
00:27:09: Das
00:27:10: muss der halten.
00:27:11: Ja das gleiche bei Fußmuskeln also Tibialis anterior Den kannst du keinen Millimeter bewegen das extrem viel Power.
00:27:18: Dann
00:27:18: haben wir auch noch nur den kurzen Hebel über dem er testen kann
00:27:22: Und selbst die Schulter hat solche Muskeln.
00:27:24: Nicht alle, aber z.B.
00:27:26: pectoralis-Muskeln?
00:27:27: Ja
00:27:27: und da kann man ja auch noch über einen verkürzten Hebeltesten und dann kriegst du den besten Pfeil mit einer wilden Anstrengung bewegt.
00:27:34: Das wollen wir gar nicht!
00:27:35: Wir wollen eben nur prüfen wie gut können sie sich anpassen und ihn nicht niederringern
00:27:40: oder was sein kann.
00:27:41: dein Kraftanstieg ist nicht sauber also du entwickelst die kraft so stoßartig, gibst Impulse und überrumpelst den muskel.
00:27:50: Aber das können wir ja durch eine objektive Messung finden.
00:27:54: Auch deshalb plädieren wir dafür, dass wir in der Praxis geeignete Meskeräte haben.
00:27:58: Das würde das Vertrauen in die AK schlagartig erhöhen denke ich.
00:28:02: Das Handheld-Meskerät kannst du ja nicht austricksen und es zeigt dann wenn dein Kraftanstieg nicht dem definierten Verlauf entspricht zu abrupt, zu schwach, zu impulshaft.
00:28:12: Und wir sehen ja gerade diese abrupten oder auch zu schwachen Tests grade bei den Anfängern Und natürlich auch die, die nicht reproduzierbar sind.
00:28:21: Wir müssen natürlich jedes Mal als Tester das gleiche Profil darauf bringen möglichst.
00:28:25: Ja dafür brauchen wir solche Geräte.
00:28:27: was aber schon sein könnte nach einer Behandlung angenommen hast also instabile Muskeln gefunden dann behandelst du etwas und danach möchtest du ja deiner Patientin eine Besserung präsentieren.
00:28:41: Also jetzt möchte der tester stabile muskeln.
00:28:44: Ja und er könnte jetzt bewusst oder unbewusst die Muskeln stabil testen, obwohl sie es vielleicht nicht sind.
00:28:52: Das ginge schon wenn man einfach zu zart arbeitet also zu wenig Kraft reinbringt.
00:28:59: Also man könnte zu schwach drücken um das gewünschte Ergebnis zu erzählen.
00:29:05: Zwei Dinge dazu!
00:29:06: Also erst mal würde das ja das Handelgerät auch aufdecken?
00:29:09: Eben, ja
00:29:10: Und irgendwie ist dieses Testerverhalten ja auch verständlich.
00:29:14: Also der Behandler wäre eben ganz gerne erfolgreich, aber hier muss man wirklich aufpassen sich da nicht selbst in den Taschen zu lügen und Man kann dem aber auch ein bisschen entgegenwirken.
00:29:23: und dann sagst du ja immer sagen wir was du da immer sagst
00:29:26: Was sage ich da immer?
00:29:28: Ich sag glaube jetzt will ich es aber wissen
00:29:30: Genau.
00:29:31: also ich gebe da nochmal extra mehr Kraft rein um sicher zu sein dieser Moskel muss eindeutig stabil sein einen vermeintlichen Fehlschlag zu akzeptieren.
00:29:43: Es klappt eben nicht alles!
00:29:45: Aber
00:29:45: das ist doch kein Fehl schlag, sondern es bringt uns ja weiter in der ganzen Diagnostik und auch Behandlung.
00:29:51: So kann man sogar sagen, dass es auch ein Erfolg ist.
00:29:53: Und die Erfahrung ist, dass die Patienten das durchaus gut tieren weil sie sehen, dass sich der Tester bemüht objektiv zu sein und auch bereit ist, sich selbst infrage zu stellen.
00:30:05: Das schafft dann mehr Vertrauen als wenn immer alles nach Erwartung läuft?
00:30:09: Außerdem
00:30:10: die zu geringe Kraft der Entwicklung bei einer falsch stabilen Testung, das hast du ja vorhin schon gesagt.
00:30:15: Würde eine Messung gnadenlos offenlegen?
00:30:17: Wir brauchen also die Objektivierung für die Praxis.
00:30:21: Das ist wirklich sehr, sehr wichtig.
00:30:23: Leider sind wir mit unserem
00:30:25: Hintergrund noch nicht so weit.
00:30:26: Also für die Wissenschaft, wir kriegen die Rotdaten raus und es funktioniert super
00:30:30: aber
00:30:30: für die praxisroutine ist einfach nur nicht geeignet.
00:30:32: Auch
00:30:33: zum Entwicklungsschritt, die aber Zeit- und Geldkosten.
00:30:38: Und das Geld ist wohl eines der Hauptsachen, die uns fehlen.
00:30:42: Aber gut wir sind dabei auch wenn es langsam geht.
00:30:45: aber noch ein letzter Punkt dazu der Behandlungserfolg.
00:30:48: Wenn das Testergebnis bewusst oder unbewusst manipuliert würde dann muss ja die darauf aufbauende oder gegründete Behandlung auch in die Sackgasse laufen.
00:30:58: Also sie ist dann am Ende wahrscheinlich nicht erfolgreich.
00:31:00: Es sei denn, wir haben Planzeboeffekt.
00:31:01: Das
00:31:03: ist natürlich möglich.
00:31:04: Und deswegen ist es für uns ja das Entscheidende, am Ende muss es den Patienten besser gehen.
00:31:08: Darum geht's.
00:31:10: Unser Anspruch ist dann eigentlich innerhalb von naja drei bis fünf spätestens fünf Behandlungen muss es einen wirklichen Trend geben.
00:31:18: wenn der ausbleibt dann stimmt etwas nicht, dann übersehe ich etwas und da müssen wir einen Schritt zurücktreten und eben neu denken.
00:31:26: Also Fazit!
00:31:27: Das Instabilitätsprofil ist Teil des Syndromes.
00:31:32: Die Voraussetzung eine seriöse Testung.
00:31:45: Gelenkfunktionsstörungen sind Therapeutenalltag und die üblichen klinischen Untersuchungen, die Funktionsbewegung also Range of Motion das Gelenkspiel
00:31:54: Hyperluxität Hyperluxizität weist auf unzureichende passive Sicherung hin.
00:32:04: Zum Beispiel bei Bandlisionen, es kann auch bestimmte Dispositionen geben durch Grunderkrankungen...
00:32:10: Oder einfach nur eine ethische Disposition.
00:32:12: Frauen sind halt ein bisschen lachser als Männer!
00:32:16: Wie meinst du das?
00:32:17: Das ist die Bänder zum Beispiel im Mittel
00:32:22: oder eben traumatisch entstanden oder durch wiederholte Dauernutzung.
00:32:27: Dazu fällt mein kurzes Beispiel.
00:32:28: Nein,
00:32:29: Achtung!
00:32:30: Frank ist unser Storyteller bei Teenies früher... Ach der erzählt
00:32:37: schon wieder einen Quatsch.
00:32:38: Aber das war jetzt kein QuatsCH, eine meiner Patientin war Shellistin.
00:32:43: die Bogenführung bedeutet permanent vor dem Körper Adduktion, Abduktion des Arms.
00:32:51: Das rechten wenn man Rechtshänder ist.
00:32:53: dabei muss erstaunlich viel Druck ausgeübt werden vor allem wenn es laut sein soll und erst recht wenn man mit der Spitze des Bogens auf der Seite ist dann hat mehr langen Hebel und braucht viel Kraft.
00:33:06: Und wenn man da viele Jahre fast täglich über Stunden das tut, dann kann es des Sternoclaviculargelenk stressen.
00:33:14: Der sternale Kondilus wird bei Adduktion ja gegen das Sternum gedrückt und weicht an etwas nach Ventralkranial aus.
00:33:22: Das kann im Laufe der Zeit das Sternoklavikuläre Legament dehnen.
00:33:28: also wenn wir so will ausleiern
00:33:30: Aber auch eigentlich ja nur, wenn die Muskeln instabil sind und das nicht gut stabilisieren.
00:33:35: Weil uns sehr theoretisch wieder jede Cello-Spielerin oder Cello Spieler entsprechend so bluxiertes SCG haben?
00:33:42: Ja ich habe nicht so viele Cello Spiele bis jetzt untersucht.
00:33:47: Also
00:33:47: ich hab dasselbe Phänomen bei Tennisspielern wo ja auch Adduktion abdruckt.
00:33:53: so gut also Ventraler nach vorne an einem
00:33:56: Vorhand schlag
00:33:58: Ja, beim Aufschlag auch.
00:33:59: Wahrscheinlich gibt es da Dispositionen plus vielleicht instabile Phasen in denen die Moske nicht stabilisiert haben.
00:34:06: Jedenfalls am Ende war das SCG massiv hyperlaxostrat bei jeder Adduktion hervor und war deutlich gestört.
00:34:15: Das war zwar schmerzfrei aber die Notizeption, die es dann trotzdem gibt, schaltete die Stabilität des kompletten rechten Arms ab Und das hatte zur Folge, dass beim Spiel die rechte Hand verkampfte und schmerzte.
00:34:28: Also wegen der Hand kam sie!
00:34:30: gar nicht wegen der Schultergürtels.
00:34:32: Das ist natürlich auch für eine Cello-Spielerin fatal, vor allem wenn sie professionell Cello spielt.
00:34:38: Wenn die Hand verkrampft kann sie nicht mehr spielen.
00:34:40: damit ist sie berufsunfähig.
00:34:42: Bei meiner Tennispielerin hatte tatsächlich Schmerzen im Schulterbereich und das SCG war total subluxiert.
00:34:48: Das war die Ursache dafür dass die Schultermuskel nicht gut
00:34:52: gehen.
00:34:53: Ja das was am nächsten oder nah dran ist an der Lesion der Muskeln steigen dann eben meistens aus.
00:35:03: Also sind Gelenke zu lax, kann das Beschwerden machen?
00:35:09: Genau so interessant sind ja Blockierungen also eigentlich das Gegenteil davon wo die Gelenkpartner förmlich aneinander kleben
00:35:16: können.
00:35:16: Ja das ist eine Art Artession
00:35:18: und dem ist ja meist reversible.
00:35:21: Dann knackt es und es ist wieder frei.
00:35:24: Aber wenn die gleiche Blockierung immer wieder auftritt und das ist ja das, was wir bei ganz vielen Patienten sind.
00:35:30: Dann sehen wir es eben als Zeichen, dass sie Folge einer Störung ist.
00:35:35: Also darüber muss noch irgendwas liegen, was immer wieder dazu führt, dass die Blockierungen rezitivieren.
00:35:38: Ja,
00:35:39: d.h.,
00:35:40: wir verstehen Blockierung nicht aus Anfang der Ursachenkette.
00:35:44: Es sei denn, es war dramatisch oder postoperativ.
00:35:48: gerade, wenn Sie rezidivieren, muss die Ursache noch da sein?
00:35:51: In Frage kommen da auch in stabile Moskulen.
00:35:54: Und welche Blockierungen sind häufig?
00:35:56: OSG nach Subminationstrauma
00:36:02: oder auch nach OP, die haben ja dann lange Zeit Schwellung im Sprunggelenk und dann blockiert das gerne.
00:36:08: Oder tibiofibulaere Blockierenden?
00:36:11: Ja gerade wenn das Fibola-Köpfchen an der Tibia klebt Also kein Spiel hat.
00:36:17: Heißt es ja, dass die Kniefunktion beeinträchtigt ist?
00:36:21: Denn das Fibolaköpfchen ist Kontaktpunkt für das Außenband und Kniemuskeln.
00:36:27: also so wird plausibel, dass sowas der Knie Funktion beeintechnen kann.
00:36:32: Was gibt's noch?
00:36:33: Blockierung von Wirbelsigment natürlich einschließlich der Kopfgelenke.
00:36:36: da gibt sie einige die knacken sich ständig
00:36:39: Fünfzehn Minuten, die Kopfgelenke frei.
00:36:41: Rippengelenke, Ventralvidorsal aus unserer Sicht ja sehr wichtig inzwischen.
00:36:46: Ja breites Spektrum und Störmöglichkeit.
00:36:48: In der
00:36:48: Theorie schon vielen Gelenken usw.
00:36:50: Aber gut also wir haben die Hyperluxizität und die Gelenkblockierung.
00:36:54: Und dann gibt es noch die Subluxation, also minimale Lageverschiebung von Gelenkhpartnern.
00:37:00: Sublxationen
00:37:01: Wo ist das häufig?
00:37:02: Gerne im Fußgewölbe wenn das so absinkt
00:37:06: oder auch wieder tibiofibulär Aus meiner Sicht eine der wichtigsten, entscheidendsten für die unteren Extremität.
00:37:11: Nach unten knickt Trauer.
00:37:12: Ähnlich auch Radio-ULNA, das ist ähnlich wie beim Unterschenkel.
00:37:15: am Unterarm, finden wir auch ähnliche.
00:37:18: Dann eher für Beschwerden der oberen Extremitäten.
00:37:20: Iliosakralgelenk.
00:37:22: Symphüse...
00:37:24: Rippendislokationen sehen wir häufig
00:37:27: und eben
00:37:28: auch zum Beispiel Kopfgelenke
00:37:30: Also eigentlich fast überall wo es Gelenke gibt.
00:37:32: Das Fazit zu den Gelenkfunktionstörungen
00:37:37: Die genannten Gelenkfunktionenstörungen, Hyperluxizität, Gelenklokierung und Subluxation führen spätestens wenn sie belastet werden zu Gewebestress.
00:37:46: Und damit zu notsezeptiven Signalen.
00:37:49: Und die können dann Schmerz erzeugen oder auch subklinisch ablaufen?
00:37:55: Ja
00:37:55: gibt es auch!
00:37:57: In der Folge werden dann die Muskeln reflektorisch destabilisiert.
00:38:00: Dazu muss es nicht schmerzen.
00:38:01: Es kann subklynisch stören und die Musken reagieren schon.
00:38:04: Und
00:38:05: eine Notizeption muss ja nicht wahrgenommener Schmerz sein.
00:38:07: Eine Notizzeption gibt es auch ohne,
00:38:09: dass man schmerzt war.
00:38:10: Und zuallererst reagieren die Muskeln, die nahe am Geschehen sind.
00:38:15: Okay!
00:38:16: Muskelinstabilität führt zur Gelenk-Funktionsstörung und die wiederum zu Muskelinstabilität – ein Teufelskreis Ganz genau Michael.
00:38:26: Und wir wissen das sich einen solcher Zirkulusvitziosus nicht von sich aus befreien kann.
00:38:32: Zwei Prozesse verstärken sich also gegenseitig.
00:38:35: Und das System ist daran gefangen, eine Abwärtsspirale die sich dann immer weiter dreht.
00:38:39: So
00:38:39: könnte es losgehen und auf lange Sicht muss das zum Strukturschaden führen.
00:38:44: Die Atrose ist das Endprodukt.
00:38:47: Also die Muskeln, die das Gelenk selbst schützen könnten werden dann abgeschaltet in Anführungsstrichen.
00:38:53: Abgeschaltet im Sinne der Stabilität beziehungsweise dann... ...die Stabilitet wird abgeschalten.
00:38:57: sie werden also instabil Sie geben nach und lassen das Gelenk unter Last im Stich.
00:39:03: Das Gelenkt bleibt dann bei Belastung weiterhin
00:39:05: vulnerabel.".
00:39:07: Ich finde, dass ist ganz klar eine Fehlprogrammierung!
00:39:11: Also quasi ein Back in der sensomotorischen Software?
00:39:14: So ist es... vielleicht treffe ich den Programmierer ja mal und da hätte ich schon paar Fragen an ihn.
00:39:22: Die Frage ist, was hat sich der Programmierer dabei gedacht?
00:39:24: Und was hat er sich dabeigedacht.
00:39:26: Also die Struktur, die Schutz braucht
00:39:29: zu destabilisieren.
00:39:29: Eigentlich ja!
00:39:30: Damit
00:39:30: wir uns ausruhen evolutionär bedingt.
00:39:33: Wahrscheinlich... also ein Tier würde sich zurückziehen und die Heilung abwarten.
00:39:38: Das ist die Frage wer es der Programmiere aber philosophisch verwenden kann.
00:39:42: Ja, damit
00:39:43: sind wir jetzt schon im Philosophischen.
00:39:46: Bereich angelangt, dabei da ja Experten sind.
00:39:50: Machen wir den Katzen.
00:39:51: Lassen wir das jetzt
00:39:52: mal.
00:40:04: Wenn große Muskelgruppen extrem instabil sind müsste sich das doch auch im Bewegungsablauf niederschlagen
00:40:12: und das tut es ja auch.
00:40:14: Und das Schmerz ist es ja offensichtlich.
00:40:16: Schonhaltung oder auch Meidbewegungen springen direkt ins Auge.
00:40:20: Ohne Schmerzen muss man aber schon ein bisschen genauer hinschauen, denn Ausfälle einzelner Muskeln werden ziemlich gut durch den Agisten kompensiert.
00:40:27: Also hier hat der Schöpfer mal was sehr Gutes gemacht für der Programmierer und unser System ist eigentlich so aufgebaut dass wir immer noch einen Passenagisten
00:40:33: haben
00:40:35: und dadurch wird dann die Bewegung nur minimal verändert.
00:40:38: Patientinnen beschreiben oft ein Gefühl der Unsicherheit, zum Beispiel dass das Knie beim Gehen unvermittelt wackelig ist oder wegrutscht.
00:40:47: Oder dass sie nicht mehr sicher auf einem Bein stehen können also keine Balance mehr haben.
00:40:51: Also ich höre es auch mehrfach wirklich von Ich fühle mich instabil in den Knie.
00:40:55: Ja Leute spüren das direkt.
00:40:57: Deutlicher wird's dann natürlich bei Muskelgruppen die keine Synagisten haben und müssten dann ganz alleine für die Bewegung zuständigen, sondern sind ganz allein für die Bewege.
00:41:06: Zum Beispiel Elbungsstrecker, da haben wir halt nur den Tricepsbrache je.
00:41:10: Wobei da sieht man ja nicht so viel im Bewegungsablauf eigentlich ne?
00:41:14: Weniger!
00:41:15: Da ist dann eher der Quarizeps...
00:41:16: ...wär beim Stützen höchstens wenn die dann wegbrechen.
00:41:18: Ja vielleicht
00:41:19: und der Quarzizeps-Hemoris, der Kniestrecker das ist einer wo es kaum Synergisten gibt und versagt er, da muss unweigerlich das Bein wegsacken Und das berichten ja Patienten auch.
00:41:33: So wie unsere Patientin, die wir in der letzten Folge schon hatten... Die nicht mehr
00:41:37: die Treppe untergehen konnte und da besteht dann ja wirklich auch Absturzgefahr, Rob-Sturz Gefahr.
00:41:42: Sie sagt ich konnte das Knie nicht ansteuern?
00:41:44: Ja, das stimmt!
00:41:45: Das sagt man auch, hört man zwischendurch auf wie er von Sportlern.
00:41:48: Ich kann es nicht
00:41:49: ansteuern oder andere.
00:41:52: Zumindest habe ich da schon mehrere Fälle gehört berichten, dass sie einfach auf der Straße beim Gehen aus heiterem Himmel zusammensacken oder sogar stürzen und tatsächlich habe ich das auch schon erlebt.
00:42:06: Die Story kenne ich schon so genüge aber erzählst du noch mal für die Hörerinnen und Hörern?
00:42:10: Ich
00:42:10: staune aber selbst was sich da an Geschichten angesammelt hat im Laufe der Zeit.
00:42:14: Dazu frage
00:42:14: ich jetzt mal nichts!
00:42:16: Also in einem Hotel knickte mein rechtes Bein...ich war da in der Lobby ...aus heitere Himmel unvermittelt ein mit einem scharfen Schmerz in der Partella sehne, ich konnte mich gerade noch abfangen und musste dann aber ein paar Tage im Knie ziemlich steif gehen um eben nicht wegzuknicken.
00:42:36: Ein paarmal hatte ich wirklich müde auf den Beinen zu bleiben.
00:42:40: Ich rätselte dann herum was das denn sein könnte und fand erst mal keine Erklärung.
00:42:46: nach meiner Rückkehr Zuhause sah Biegel außen an meinem rechten Unterschenkel, eine auffällige Wenenstauung die vorher nicht da war.
00:42:56: Also so eine Art Knäuel von Venen.
00:42:59: und dann wurde mir klar auf dem Hinflug hatte ich mich im Gespräch mit meinem Nachbarn über ziemlich lange Zeit nach links gedreht und dabei mein rechtes Bein übergeschlagen.
00:43:11: Ich hatte mir also für vielleicht eine Stunde den venösen Rückstrom abgeklemmt.
00:43:16: Wir kommen ja später noch zu den Ursachen für Muskeinstabilitäten, aber hier schon mal vorab.
00:43:21: Gefäßstaubungen gehören dazu.
00:43:25: Man muss natürlich auch nicht immer gleich zusammenbrechen.
00:43:27: Meist ist es eben subtiler.
00:43:28: im Erwägungsablauf, also im Gangbild können weniger deutliche Defizite zu sehen sein zum Beispiel ein minimales Trindelenburgzeichen Also wenn die Beckenseite des Schwungbeins etwas absinkt.
00:43:41: oft sieht man ja auch Leute die beim Gehen mit dem Oberkörper seitlich hin und her pendeln sich über das Standbein neigen um die Instabilität auszugleichen.
00:43:51: Also beides Zeichen von instabilem Hüftabduktoren.
00:43:55: Genau, die Abdukturen.
00:43:56: Das wird schon auch so ein bisschen zur Berufsmacke wenn man da auf der Straße Leute gehen sieht.
00:44:04: Dann kommt gleich der diagnostische Blick oder welche die bei jedem Schritt in sich zusammensacken dass es dann kein Elastische, stabile Ablauf mehr mit einer smoothen Muskelkontrolle.
00:44:18: Also jeder Bodenkontakt ist ein In-Sicht zusammenstauch.
00:44:22: Also ich meine jetzt nicht das richtige Wegbrechen sondern irgendwie die Sacken so in sich rein bei jedem Schritt.
00:44:27: Es wirkt dann oft so schwerfällig.
00:44:29: Das ist auch oft zu sehen bei Amateurläufern auf den letzten Kilometern eine lange Strecke?
00:44:34: Man hört dann förmlich die Gelenke echten wenn da Amateur Läufer sich ins Ziel schleppen.
00:44:42: Natürlich auch bei anderen Sportarten, wo höchste Bewegungspräzision erfordert ist.
00:44:46: Ich würde da vom Basketball sprechen aber erzähl du doch mal von Golf.
00:44:49: Basketball ist auch spannend!
00:44:51: Aber ihr ahnt schon?
00:44:52: Auch dazu eine Fallgeschichte
00:44:54: zum Golf.
00:44:55: natürlich
00:44:57: ein sehr guter Amateur-Golfer hatte einerseits wiederkehrende Beschwerden und er hat das sich andererseits über wechselhafte runden Ergebnisse also besser mal eher schlechter.
00:45:08: Wir fanden dann einige instabile Muskeln, vor allem die Hüft Adduktoren und Abduktorn.
00:45:14: Und die Chormuskeln also die Körpermittel war labil.
00:45:18: Dahinter lagen dann mehrere Faktoren, die ich nach und nach fixen konnte.
00:45:22: Seit einiger Zeit kann er beschwerdefrei spielen und hat sein sowieso schon tolles Handicap noch weiter verbessert.
00:45:29: und dieses Jahr ist eine beste Saison gespielt Vor allem sehr konstant.
00:45:35: kaum noch Ausreißer Kann Zufall sein Aber der Spieler spürt die Stabilität und ist überzeugt, dass die Behandlung wirkt.
00:45:43: Also auch eines Placebo.
00:45:46: Vielleicht hat er genügend Vertrauen in seinen Behandlern.
00:45:50: Beim
00:45:50: Golf braucht es natürlich eine unglaubliche Feinabstimmung.
00:45:53: Auch
00:45:54: wenn ich immer noch den Sportart-Golf als kritisch in der Vereinbarkeit nenne – das fangen wir jetzt nicht
00:46:00: an!
00:46:01: Eigentlich ist es bei allen Leistungen, wo man kurz schnelle Zielbewegung machen muss.
00:46:06: Basketball?
00:46:07: Toller Sportart.
00:46:08: Du hast nur Zehntelsekunde und dann ist der Ball auf seiner Spur, das muss genau passen.
00:46:14: Oder Darts oder auch beim Boxen aber das vielleicht noch was anderes.
00:46:18: Auf jeden Fall sind Störungen im Bewegungsablauf Teil unseres Symptoms Und ein Punkt fehlt noch.
00:46:25: und dass es einen imminent wichtiger
00:46:32: Symptom fünf Schmerzen in der Muskulatur?
00:46:36: Myofasziale Störung.
00:46:38: Das was jetzt kommt ist wirklich wichtig Denn es klärt viele Beschwerden auf.
00:46:42: Es ist eigentlich kein einzelnes Symptom, sondern eher ein ganzer Komplex.
00:46:47: Unabhängig davon warum Muskeln instabil sind finden wir in der Praxis das folgende Verhalten Wir haben instabile Muskeln und jetzt kommt hinzu dass diese muskeln belastet werden.
00:47:00: vor allem bei schnell kräftigen reaktiven Belastungen entwickeln diese muskeln mühe fasthiale Störung
00:47:07: Ja was gibt's da so alles?
00:47:09: Viele kennen Triggerpunkte, das ist ja weit verbreitet.
00:47:14: Tenderpoints.
00:47:16: Also Trigger-Punkte strahlen aus die Tender points eher lokal.
00:47:21: Schmerzen an Muskelursprünge und Ansätzen
00:47:23: oder in Insationsarealen also zwischen Muskel und Sehne?
00:47:27: Dann auch so verhärtete Muskelfaszikel oder auch so Myo-Gelosen, so in Trapezius vor allem.
00:47:33: Fasschen und Muskelverspannung, myofasciale Störungen Können Schmerzen?
00:47:40: Ja, oft extrem.
00:47:41: Sie reagieren massiv auf punktuellen Druck auch zum Beispiel wenn man beim Schlafen drauf liegt.
00:47:47: im Extremfall sind sie spontan schmerzhaft also ohne dass man drauf drücken muss.
00:47:52: Also macht jetzt nicht Achtung jetzt kommt es und dann wieder weg sondern
00:47:55: das sind dann Dauerschmerz oder belastungsabhängig oder Wenn man aus dem Auto aussteigt zb Und oft werden die Schmerze dann dem Gelenk oder auch den Nerven zugeschrieben.
00:48:08: Dazu kommt aber das bestimmte mühfasteale Stimmung, hast du ja gerade schon gesagt.
00:48:11: Wie bei Triggerpunkten ausstrahlende Schmerzprojektion generieren?
00:48:15: Haben wir häufig beim Trapezius für Kopfschmerzen
00:48:18: auch.
00:48:19: Aber durchaus auch.
00:48:20: Triggerpunkte der länden Beckenregionen zum Beispiel projizieren gerne ins Bein rein
00:48:25: und es wird dann gerne als Ischjas-Schmerzfehl gedeutet.
00:48:28: Gerade vor kurzem wieder eine Patientin ich habe Ischias-Schmärz.
00:48:33: Und was war es dann, dass ISG zusammen mit Triggerpunkten der Hüftenmorskeln?
00:48:38: Und die sind oft so schmerzhaft meine Güte.
00:48:40: Ja.
00:48:41: Unter Praktikanten sind ja myofaseale Störungen völlig unstrittig eigentlich das täglich Brot in der Physiopraxis.
00:48:47: Die Frage ist jetzt gibt's auch Nachweise dafür?
00:48:49: In den letzten Jahren gab sie eine Menge Forschung gerade zu Fasschen.
00:48:53: Das würde jetzt den Rahmen sprengen.
00:48:54: aber wir haben mal klut gebeten zu schauen.
00:48:58: Was gibts denn zu Triggerpunkten?
00:49:01: Dass es diese extremen, druckempfindlichen Pote gibt ist unstrittig.
00:49:05: Was genau physiologisch dahinter steckt, ist nicht abschließend geklärt.
00:49:10: von fokalen Saco-Mehrkontraktionen bis zu Sensibilisierungsprozessen gibt es verschiedene Erklärungsansätze aber keinen Konsens.
00:49:19: Danke Claude.
00:49:20: Triggerpunkte sind also wahrscheinlich kleine lokale kontraktile Knütchen im Muskel.
00:49:25: immerhin ist bestätigt dass es sie wirklich gibt Aber auch hier wieder keine Antwort auf die Frage, wie entstehen Sie denn?
00:49:34: Hier kommt unsere Hypothese.
00:49:37: Wir sagen, mührfasziale Störungen entstehen wenn zwei Dinge zusammenkommen – erstens instabile Muskeln und zweitens, wenn diese reaktiv belastet werden.
00:49:51: Je höher der reaktive Anteil dabei ist, so stärker ist das mühr.
00:49:54: fasziale Problem kennen wir hauptsächlich von Spielsportarten.
00:49:58: Sobald unsere Idee zur Entstehung, aber da ist ja noch ein Punkt.
00:50:02: Mühe was der Probleme kommen um zu bleiben?
00:50:06: Sie gehen nicht freiwillig und sie wollen behandelt werden.
00:50:08: erst dann gehen sie wobei auch hier würde ich ein bisschen einschränken.
00:50:12: Wir haben ja auch Fälle, wenn die Muskeln stabil sind verschwinden die myofastialen Stören.
00:50:18: Dann kann das auch mal spontan passieren aber oft sind sie sehr hartnäckig.
00:50:23: Auf jeden Fall gehören myofasciale Behandlungen zum Repertoire von Physiotherapeuten.
00:50:29: Diese Behandlungstechniken lassen wir jetzt heute einmal weg und häufig helfen Sie auch ganz gut und schnell oft nur kurz.
00:50:38: Genau, oft gibt es Rezedive.
00:50:41: Die Beschwerden kommen dann wieder schon nach wenigen Tagen jede Woche neu.
00:50:45: ein Geschäftsmodell für Physiotherapeuten.
00:50:49: Das ist ein bisschen bösartig.
00:50:51: Viele sind ja sehr frustriert darüber... Eigentlich
00:50:53: muss man sicher Gedanken machen wieso mache ich das jede Woche neue?
00:50:56: Genau also.
00:50:57: das bedeutet dann eben wiederum wenn sie so schnell rezedivieren muss die Ursache ja noch
00:51:03: sein.
00:51:04: und wenn unsere These stimmt Ist das wahre Problem?
00:51:07: Die Muskelnstabilität.
00:51:09: Besteht sie fort, rezidivieren myofasciale Störungen.
00:51:13: Das heißt bei Rezediven müssen wir auch die Muskeln stabilisieren um nachhaltig zu sein also nicht nur myofastial behandeln.
00:51:22: Unsere Erfahrung – bei stabilen Muskeln entwickeln sich gar keine myofassialen Störung Und das spricht wieder stark für die Kombination von Muskelinstabilität plus Belastung als Ursachen für myofasiale Störungen.
00:51:36: Und da ist noch eine interessante Beobachtung zum Thema Schmerz aus Muskeln, stichwort Krämpfe!
00:51:44: Unsere Erfahrung wenn es gelingt Muskeln zu stabilisieren geht die Krampfneigung zurück.
00:51:50: Betroffen sind oft die Hamstrings, die Wadenmuskulatur, Fußmuskeln.
00:51:55: Das war
00:51:55: jetzt bei den Fußballern mit den Hamstrings schon auch extrem, ne?
00:51:58: Ja, sehr klar.
00:51:58: Achtzig
00:51:59: Prozent bestimmt!
00:52:00: Nee so viele nicht.
00:52:02: Aber vor allem wenn man die dann behandelt, geht plötzlich der Kampf weg.
00:52:06: Also kann man testen ohne das Kampf.
00:52:08: Gut was noch... Auch der Dorsale Torax.
00:52:11: Also eine Kremfe
00:52:12: im Brustkorb,
00:52:12: ne?!
00:52:13: Genau ich denke da vor allem an die Interkostal-Muskeln und auch die Nackenmuskeln durchaus.
00:52:18: Bei Krämpfen finden sich ja der meist komplexe Instabilitätsmuster in den entsprechenden Regionen, teilweise auch darüber hinaus.
00:52:25: Wenn wir sie stabilisieren können dann sind die Krämpfe meist weg oder nur noch schwach worden?
00:52:29: Genau so wie der Erfahrung mit den Fußballern.
00:52:33: Ich glaube das ist ein Zeichen dafür dass auch die intra muskuläre Koordination gestört sein könnte wenn wir instabile Muskeln haben.
00:52:42: diesen Aspekt haben wir bisher ja noch gar nicht auf dem Schirm.
00:52:45: ich glaube es ist sehr wichtiges.
00:52:47: Das motorische Nervensystem muss ja hunderte motorischer Einheiten in einem Muskel so koordiniert ansteuern, dass sie sich permanent abwechseln und dennoch eine gleichmäßige Kraft entwickeln.
00:53:00: Und das auch noch, sodass eine sinusartige Schwingung zustande
00:53:04: kommt?
00:53:04: Ja, denn ein Muskel schwingt ja auch noch!
00:53:06: Also Krämpfe, ein noch ungelöstes Rätsel der Sportmedizin, Mineralien helfen halt nicht wenn es sich nicht um einen Belastungskrampf handelt.
00:53:15: Man könnte eigentlich ketzerisch sagen, noch ein ungelöstes Rätsel der Sportmedizin.
00:53:20: Das
00:53:20: stimmt!
00:53:22: Und dann haben wir ja noch das Phänomen des diffusen häufig überregionalen Muskelschmerzes also zum Beispiel bei Longcovid oder auch anderen Fatigpatienten die berichten sehr häufig dass Arm und Beinmuskeln schmerzen.
00:53:35: Das ist dann ein generalisiertes Phänomen, nicht auf einzelne Muskeln
00:53:38: begrenzt.
00:53:39: Bei Long-Covid-Patienten wäre mir eine ganze Reihe Long-COVID-Patiente gesehen.
00:53:43: damals war das sehr häufig immer noch.
00:53:46: Ich habe sehr
00:53:47: viele CFS ME Patienten.
00:53:50: Also letztlich fatig und da kommt häufig ja ich hab überall einen Muskelschmerz
00:53:54: Aber wie kann es sein dass sämtliche Muskel schmerzen?
00:53:57: Das kommt vorwiegend im Zusammenhang mit Erschöpfungssyndrom vor.
00:54:01: Ja deswegen Gehen wir da heute nicht drauf ein, sondern ... Das passt jetzt nicht direkt in die Diktion.
00:54:09: Es
00:54:09: gibt ja sehr viele Symptome, die sich auf die Muskeln irgendwie auswirken auch bei anderen Erkrankungen.
00:54:17: Aber wir bleiben erst mal nur bei denen, die klassischerweise mit Schmerzen-Ampel wem sind.
00:54:21: Ohne
00:54:21: Grunderkrankung?
00:54:22: Genau!
00:54:23: Darauf können wir später zurückkommen.
00:54:25: Gut dann hätten wir das Wesentliche zum Syndrom zusammen gesammelt.
00:54:29: Fehlt noch der dritte Teil von Fins dass F.
00:54:33: Eigentlich ja der erste, denn das F steht am Anfang und es steht für die funktionellen Ursachen der Muskelinstabilität.
00:54:41: Wann immer wir instabile Muskeln finden wissen wir sie reagieren auf eine Störung
00:54:46: Und wenn wir Muskeln stabilisieren wollen müssen wir die eben suchen und beheben.
00:54:51: aber Laura vielleicht sollten wir Michael zuvor kommen.
00:54:56: Der Schad schon mit den Hufen.
00:54:58: Das Kapitel der funktionellen Ursachen ist ähnlich komplex wie das heutige.
00:55:02: Dafür brauchen wir dann wohl noch Teil vier von Folge fünf, hm?
00:55:06: Und dann ist es aber glaube ich auch der letzte.
00:55:10: Ich lass mich überraschen!
00:55:12: Ich gehe jetzt mal davon aus also lasst uns dafür auch nochmal die nötige Zeit nehmen.
00:55:18: Bevor wir zum Ende kommen, füllen wir noch ein neues Element ein.
00:55:21: Unser Hörer oder Hörerin, bin ich nicht ganz sicher, Arivos hat in ihrem oder seinem Kommentar auf Spotify vorgeschlagen am Ende jeder Folge eine kurze Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte zu bringen sozusagen die Take-Home Message.
00:55:35: Also danke an Arivos für den guten Vorschlag.
00:55:39: gerne mehr davon nutzt gerne die Kommentarpfunktion auf Spotify oder auf den anderen Plattformen.
00:55:46: Also, ab jetzt am Ende jeder Folge ein kurzer Recap mit den Essentials.
00:55:51: Heute die Premiere von Klod für Folge fünf Teil drei.
00:55:55: Bitte Klod!
00:55:58: Drei Dinge zum Mitnehmen aus dieser Folge.
00:56:00: Erstens.
00:56:02: Gelenkschmerz kommt in aller Regel nicht aus dem Knorpel selbst – der hat keine Notizzeptoren.
00:56:08: Die Schmerzquelle liegt im Kapsel, Bändern, Periost, Synovia und subkondralem Knochen Teilweise auch im äußeren Meniskus.
00:56:18: Drittel.
00:56:19: Wird ein Gelenk durch instabile Muskeln nicht mehr ausreichend geführt, verliert es seine Zentrik – wird Lachs!
00:56:26: Und genau diese Strukturen geraten unter mechanischen Stress.
00:56:30: Zweitens Schmerz kommt aber auch aus myofaszialen Störungen wie Triggerpunkten oder den Inserzionen.
00:56:38: Sie entstehen wenn instabile muskeln reaktiv belastet werden.
00:56:43: Aber das Syndrome ist mehr als nur Schmerz.
00:56:47: Dazu gehören auch das Instabilitätsmuster der getesteten Muskeln, Gelenkfunktionsstörungen wie Hyperluxizität, Blockierungen und Subluxationen und sichtbare Störungen im Bewegungsablauf.
00:57:00: Besonders wichtig – Gelenkkfunktionstörung und Muskelinstabilität verstärken sich gegenseitig ein Teufelskreis aus dem sich das System nicht von selbst befreien kann.
00:57:12: Drittens.
00:57:13: Belastung ist dabei nicht die Ursache, sondern nur der Verstärker.
00:57:18: Die eigentliche Ursache ist die zu geringe Belastbarkeit in Folge muskulärer Instabilität.
00:57:25: Deshalb?
00:57:26: Wer das Syndrome verstehen will darf nicht nur auf den Schmerzort schauen, sondern muss die Ursachen der Instabilitet erkennen.
00:57:34: Welche funktionellen Ursachen in Frage kommen?
00:57:37: Das hört ihr in Teil vier.
00:57:39: Danke Claude!
00:57:40: Wir stellen eine stichpunktartige Kurzversion davon in die Show Notes.
00:57:44: Wenn ihr möchtet, könnt ihr die Zusammenfassung dort rauskopieren.
00:57:47: Damit sind wir durch für heute!
00:57:49: Danke fürs Zuhören sagen wieder Frank Bittmann und
00:57:52: Laura Schäfer.
00:57:53: Wir freuen uns wenn ihr wieder rein hört.
00:57:56: dann aber zum definitiv letzten Teil von Folge V.
00:58:00: Wer weiß?
00:58:02: Ich sage das jetzt mal.
00:58:10: Bis
00:58:18: dahin, ciao!
00:58:45: Bis
00:58:46: zum nächsten Mal.
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