Folge 5 Wir haben ja Ersatzteile Teil 2
Shownotes
Kapitel Kapitel/Timing:
- 00:00 – Intro/Prolog
- 03:00 – Kapitel 1 Ein Pferd als Gedächtnistrick
- 16:20 – Kapitel 2 „In“ – die Instabilität
- 31:30 – Kapitel 3 Von Michael ausgebremst
- 32:40 – OUTRO (43 & OUTRO) Laufzeit: 34:35 min
Materialien zur Folge Ergänzende Abbildungen und Grafiken zu dieser Folge findet ihr direkt, wenn ihr uns über unseren YouTube-Kanal hört. Der link: https://www.youtube.com/@akpodcast-lf
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Stimmen, Characters & Quellen 🎩 Laura Schaefer – Host (Originalstimme) Promoviert in Sportmedizin und habilitiert in den Gesundheitswissenschaftlen, gemeinsam mit Frank Autorin von über 20 peer-reviewed Publikationen zur neuromuskulären Regulation. Leitung Akademie für Gesundheit und Sporttherapie.
🎩 Frank Bittmann – Host (Originalstimme) Vormals Professor für Sporthysiologie, spezialisiert auf Regulationsmedizin, gemeinsam mit Laura Autor von über 20 peer-reviewed Publikationen zur neuromuskulären Regulation. Kursleitung Applied Kinesiology basierte Integrative Medizin.
🤖 Michael – Skeptischer Moderator (KI-Stimme) Die Stimme des kritischen Gegenübers – generiert mit ElevenLabs auf Basis der Stimme von Michael Danisch.
🤖 Claude – KI-Analystin (KI-Stimme) Die KI von Anthropic – im Podcast als neutrale Analystin und wissenschaftliche Bibliothekarin. Stimme generiert mit ElevenLabs (Jane – Professional Audiobook Reader; Jeanette – Audiobook (2025-02-08_1330)). Hinweis: Diese Stimme wird künstlich erzeugt.
Hinweis: Alle Stimmen von ElevenLabs werden künstlich erzeugt und sind keine Originalaufnahmen der angegebenen Sprecher.
Bild Pferd: https://pxhere.com/de/photo/752265; CC0 Public Domain
Musik & Sounds Alle Sounds stammen von Freesound.org bzw. ElevenLabs und werden gemäß ihrer jeweiligen Creative-Commons-Lizenz verwendet.
🎵 Intro-Musik: 645177_ busabx_funk slap bass riff by – freesound.org/s/645177/ – License: Attribution 4.0 🎵 Logo-Sound / Serienkennung: 458426__quetzalcontla__warm-guitar-rhythm-glitched-intro.wav; Warm guitar rhythm glitched Intro by quetzalcontla – freesound.org/s/458426/ – License: Attribution 4.0 🎵 Transition-Sound: 773468__crashbulb__85-bpm-4-bar-loop-sparse-rhythm-guitar-bass-and-drum-kit.wav – freesound.org/s/773468/ – License: Creative Commons 0 🎵 Outro-Musik: 250750__joshuaempyre__chill-guitar-with-drums-loop.wav Chill Guitar with Drums - LOOP.wav by joshuaempyre – freesound.org/s/250750/ – License: Attribution 4.0 🎵 Weitere Soundeffekte von ElevenLabs Unterstützung durch Künstliche Intelligenz Dieser Podcast wird unterstützt durch Claude, die KI von Anthropic. Claude assistiert bei Konzeption und Dramaturgie, Literaturrecherche und wissenschaftlicher Einordnung, Texterstellung (Skripte, Shownotes, Zusammenfassungen) sowie technischen Fragen rund um Produktion und Distribution.
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Arbeitsteilung von Laura & Frank: Konzept: Frank Bittmann & Laura Schaefer Script, Aufnahme, Bearbeitung, Publishing: Frank Bittmann Parallel arbeitet Laura an weiteren wissenschaftlichen Publikationen zu diesem Thema. Siehe hierzu auch: https://www.linkedin.com/in/laura-v-schaefer-2065b06b/
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo zusammen und herzlich willkommen zurück bei diesem
00:00:19: Podcast.
00:00:35: Schön, dass ihr dabei seid bei Teil zwei!
00:00:37: von Folge V, sagen Laura Schäfer
00:00:40: und Frank Bittmann.
00:00:42: Wir wissen es unser Team hybrideaufgestellt.
00:00:44: neben uns beiden als menschlichen Part haben wir KI-Untersstützung von Anthropics Claude und auch die KI generierten Stimm von Eleven Labs für Michael unseren kritischen Moderator und Jane, die für Claude spricht.
00:00:56: Unsere erste Praxisfolge mussten wir teilen.
00:01:00: Es gibt doch einiges zu sagen wenn es um Probleme mit Gelenken geht Vor allem um die Frage, ist Gelenk D-Generation Schicksal?
00:01:08: Steigen
00:01:08: wir also einen Teil zwei damit der Anschluss passt.
00:01:11: Zunächst mit dem Rückblick auf Teil eins.
00:01:15: In Teil eins ging es um die frage Ist Arthrose Schicksale?
00:01:19: Ausgangspunkt war eine nüchterne Zahl Alle five und achtzig Sekunden wird in Deutschland ein neues Knie oder Hüffgelenk eingesetzt.
00:01:27: über dreihundertzehnseitigtausendmal im Jahr.
00:01:30: nur Ersteingriffe.
00:01:32: Der Blick auf den Stand der Forschung zeigte, trotz Jahrzehntenforschungen gilt noch immer was ein viel beachtetes Review.
00:01:41: Die molekularen und pathologischen Mechanismen der Atrose sind unbekannt.
00:01:46: Bekannt sind nur statistische Risikofaktoren.
00:01:49: Assoziationen auf Gruppenebene die für den Einzelfall wenig hergeben auch die Diagnostik halb wenig weiter.
00:01:56: Bei Kniebeschwerden passen Röntgen befunden und tatsächliche Schmerzen nur locker zusammen, wie eine große Übersichtsarbeit zeigte.
00:02:03: Bildgebung allein reicht als Erklärung nicht aus – und selbst die etablierte klinische Untersuchungen würde wenn überhaupt Zeit dafür wäre im Einzelfall kaum zur wirklichen Aufklärung beitragen.
00:02:15: Entzündungszeichen, Schmercen, Funktionsdefizite Nichts davon erhält tatsächlich die individuelle Kausalität.
00:02:24: Dazu kommt Im Praxisalltag bleibt ohnehin kaum Zeit.
00:02:28: Im Schnitt, sieben Komma sechs Minuten pro Konsultation Der Patient wird oft schon nach wenigen Sekunden unterbrochen.
00:02:35: Frank und Laura zogen daraus einen doppelten Schluss Die orthopädische Geschichte beginnt zu spät Erst wenn der Strukturschaden längst da ist Und selbst wenn man früher hinschauen würde.
00:02:47: Das etablierte diagnostische Werkzeug taugt kaum die individuelle Pathogenese aufzuklären.
00:02:54: Was vorher passiert, in der funktionellen Frühphase bleibt im Dunkeln.
00:02:58: Das klassische Risikofaktorenkonzept ist für den Einzelfall ein totes Pferd.
00:03:06: Zeit also unzusteigen!
00:03:08: Und es steht schon ein frisches Pferdd bereit – es trägt einen Namen.
00:03:24: Da haben wir doch tatsächlich den Ansatz, auf den sich die beweisbasierte Medizin stützt als totes Pferd bezeichnet.
00:03:30: Ziemlich kühn von uns alle sprechen von Risikofaktoren und wir sagen ein totes pferd, von dem wir endlich absteigen sollten!
00:03:39: Dann stellen wir doch mal unsere These auf die Probe.
00:03:42: Also... Ein Patient mit Knie- oder Hüftbeschwerden kommt zum Orthopäden.
00:03:46: Der nimmt sich die aktuelle Liste der gesicherten Risikophaktoren Und schaut was sie für die Behandlung seines Patienten hergibt.
00:03:53: Tong und Kolleginnen hatten in ihrem Review die statistisch wirksamsten Risikofaktoren aufgelistet.
00:04:02: Welche waren das noch mal, Claude?
00:04:09: ziemlich festgelegt würde ich mir sagen, da kann ein Arzt oder Therapeut wenig dran ändern.
00:04:14: Gentechnisch wird dein Zukunft sicher was gehen.
00:04:17: aber ob man das dann bei Arthosen einsetzt?
00:04:20: Sicherlich spielt die Gene eine Rolle, aber die Effektstärken sind ziemlich gering.
00:04:25: Zumal dass ja auch wieder viele verschiedene Gene werden identifiziert wird.
00:04:29: Das ist
00:04:30: ein mutigenetisches Geschichte.
00:04:32: Da hat
00:04:32: jeder dann eine andere Kombination.
00:04:35: Gentechnik gegen Arthose weitgehend unwahrscheinlich und müsste auch viel früher ansetzen.
00:04:42: Also das kann der Arzt in der Sprechstunde überhaupt nicht benutzen.
00:04:48: Alterung, Geschlecht- und ethnische Zugehörigkeit?
00:04:52: Alles Faktoren die der Arze ja nicht ändern kann.
00:04:56: Eine Geschlechtsumwandlung da weiterführt steht in den Sternen also eigentlich für die ärztliche Praxis weitgehende unbrauchbare Items.
00:05:06: Frauen haben ein erhöhtes Risiko
00:05:10: Ja, genau.
00:05:11: Das wäre eine Schande, wenn wir alle zu Männer werden würden.
00:05:14: Da stimmt!
00:05:17: Zumal das Problem ist, dass sich das dann wirklich
00:05:19: auf die Knie ausmerkt.
00:05:21: Es
00:05:21: haben ja auch etliche Männerhatrose.
00:05:24: Aber letztlich... Das ist eigentlich im Grunde völlig praxisfern.
00:05:28: Ich meine, das biologische Alter kann man natürlich schon durch Livestreamfaktoren etwas verändern – ob das dann was an Arthose verändern würde, wage ich zu bezweifeln?
00:05:38: Ja
00:05:38: aber da haben wir wieder das Timing.
00:05:39: Die Leute kommen ja mit den Gelenkbeschwerden häufig zu spät und dann präventiv was machen zu wollen wird schwierig.
00:05:47: Hinbezug auf das biologeche Alter, das wird schwierig!
00:05:51: Beruf-und hochintensive Belastung.
00:05:54: Also letztlich so die arbeitsmedizinische Seite, da ist sicherlich Beratungs sinnvoll.
00:06:00: Dass Sie sehr das die alle aufhören müssten?
00:06:02: Naja manche werden das müssen.
00:06:04: Die Frage ist halt immer ob sie es können.
00:06:08: ja
00:06:09: wie realistisch ist das?
00:06:11: also kann halt nicht jeder einfach den Job wechseln.
00:06:15: Adipositas und Bluthochdruck.
00:06:17: Das sind Faktoren, wo der Arzt erst mal beraten kann.
00:06:19: Und dann muss allerdings die Patientin auch aktiv daran was ändern?
00:06:25: Wie gut das klappt davon können ja Diabetologen oder Hausärzte in Lied singen.
00:06:30: also Verhaltensänderungen einfach nur durch ärztliche Beratung herbeiführen ein hartes Brot.
00:06:37: Wir sind jetzt... Auch das ist viel zu spät.
00:06:39: Gewohnheitstiere
00:06:43: Abnorme Gelenkachsen.
00:06:45: Endlich was für den Arzt, hier kann man doch die Geometrie wieder herstellen und manchmal ist es wirklich angezeigt in den allermeisten Fällen auch nicht.
00:06:56: Ja, absolut nicht.
00:06:57: Also die laufen ja schon jahrelang mit Gelenkachsen um und ich habe selten eine gesehen, die so massiv ist dass man sagen kann das da...
00:07:05: Die laufen mit Gelenkachsen?
00:07:07: Mit der entsprechend!
00:07:09: Den Gelenkkachse mit der sie geboren sind oder nach dem...
00:07:13: Ja nur könnte es natürlich sein wenn ich so ne starke Volgisierung hab, dass der Verschleiß irgendwann soweit fortgeschritten ist, dass die Beschwerden da sind.
00:07:21: Okay, das stimmt.
00:07:22: Also da kann das durchaus Sinn machen machte es doch empfehlen.
00:07:25: aber das sind halt die wenigsten Fälle, wenn man insgesamt mal schaut.
00:07:31: Schwache Muskulatur?
00:07:33: Auch das
00:07:33: betrifft ja jetzt nicht originäre ärztliche Tätigkeit, sondern wieder die Beratungsseite.
00:07:38: also wir haben ziemlich viel Beratung bedarf, aber eigentlich meistens zu spät und wir haben ja im Teil eins gehört wieviel Zeit für Beratungen da ist.
00:07:48: Also so gut wie keine.
00:07:52: Und eine Verletzungsvorgeschichte.
00:07:54: Da gibt es schon sehr starke belastbare Zahlen?
00:07:57: Ja, das ist der stärkste Faktor.
00:08:00: Nur soll der Arzt die weg zaubern?
00:08:05: Ich werde auch mal einen Ansatz.
00:08:06: Also was jetzt ja interessant ist, dass die Verletzung vor Geschichte ja auch darauf hinweist, dass da irgendwas noch im Körper wirkt.
00:08:12: Richtig!
00:08:15: An den allermeisten Faktoren kann unser Orthopäde rein gar nichts ändern.
00:08:20: Was übrig bleibt, sind Lifestyle-Änderungen und Sport.
00:08:25: Also nichts was ärztliche Tätigkeit wäre außer zu beraten!
00:08:30: Nur zu beratten ist er schon ein bisschen dürftig... Die Verhaltensänderung müsste ja viel früher passieren um wirksam zu sein.
00:08:38: Darf
00:08:39: ich dazu kurz eine kleine Geschichte erzählen?
00:08:42: Ja, eigentlich hast du auch mal in der Geschichte.
00:08:44: Das ist schon ein paar Jahre her hatte ich eine Patientin da konnte ich irgendwie auch mit ihren Beschwerden gut helfen weiß nicht mehr ganz genau was sie hatte.
00:08:51: also es geht um Leichterländerung gerade und dann hat sich nach ein paar Wochen oder Monaten noch einmal gemeldet und kam hat nochmal einen Termin vereinbart und kam dort und setzte.
00:08:58: also war schon auch sehr korpulent setzte sich dann vor mich und hat dann gefragt ja Sie haben doch mir so gut geholfen?
00:09:06: Und haben Sie nicht auch ne Pille?
00:09:07: oder können Sie das Magnetfeld nicht einfach aufsetzen?
00:09:09: und dann nehme ich ab
00:09:13: Das wäre cool.
00:09:13: Also die
00:09:14: Wollte, dass ich sie durch irgendwie Zauberreihe so eine Gewichtsreduktion bringe.
00:09:20: Okay
00:09:21: also was eigentlich übrig bleibt von Risikofaktoren wären die Umstellungsostythomie?
00:09:28: Die in seltenen Fällen vielleicht auch mal relevant ist wenn die Gelenkachse nicht stimmen.
00:09:33: Ja also in wenigen Fällen kann die indiziert sein.
00:09:37: Ansonsten kann der Arzt mit diesen Faktoren eigentlich nichts anfangen.
00:09:41: Ja, was soll er damit auch
00:09:43: machen?
00:09:44: Die sind für die Betreuungspraxis schlicht weitgehend unbrauchbar
00:09:49: und damit bleibt es dabei.
00:09:51: das Konzept der Risikofaktoren ist ein totes Pferd also eigentlich hat es ja nie gelebt.
00:09:57: Also ist es höchste Zeit abzusteigen
00:09:59: oder besser umzusteiken denn wir haben ja fins unser frisches Pferdd Ein Wildpferd.
00:10:07: Also dieses Bild ist...
00:10:10: Kommt jetzt!
00:10:11: Okay, Finns ein merkwürdiger Name für einem Pferd und irgendwie immer noch ein bisschen merkwürdiges Bild wie ich finde.
00:10:20: aber ja Ich weiß schon, ich verstehe auch worauf du hinaus willst.
00:10:24: Dieses Wildpferd geht eben eigene Wege.
00:10:27: Bringt es uns deshalb besser ans Ziel?
00:10:29: Ich gebe ja zu die Pferdeanalogie ist schon ein bisschen schräg.
00:10:33: Finde
00:10:33: ich auch!
00:10:34: Ist auf deinem Pferdemist gewachsen.
00:10:35: Ist auf
00:10:36: meinem Mist gewachsen... Aber ich setz noch einen drauf.
00:10:40: Ab jetzt werden wir bei Finns einen schwarzen glänzenden Mustang vor unserem inneren Auge sehen im Volgalop über die Prairie.
00:10:50: Aber kann man Wildpferde überhaupt reiten?
00:10:52: Also wie sollen wir sonst umsteigen?
00:10:54: Ja, das ist echt ein guter Einwand.
00:10:57: Genau genommen ist der Muster gar kein echtes Wildpfärd im biologischen Sinn.
00:11:02: Sondern
00:11:03: er ist eine verwilderte Nachfahrt von domestizierten Pferden...
00:11:09: Was du hattest zu recherchieren!
00:11:12: Ich muss ja wirklich gucken ob man den noch reiten kann.
00:11:16: Also die kamen mit den Spanier nach Nordamerika, sind dann irgendwie ausgebüxt oder freigelassen worden und seitdem leben sie unabhängig vom Menschen aber waren ursprünglich schon gezähmt.
00:11:28: Wild heißt ja nicht niemals zähmbar sondern aktuell ohne Bezug zu Menschen.
00:11:33: Das passt ja ganz gut
00:11:35: Inwiefern?
00:11:36: In unser Bild.
00:11:37: aber das lösen wir dann später vielleicht auf.
00:11:38: Okay
00:11:39: Aber dass ohne Bezug zum Menschen das denen ja schon mal gab lässt sich ändern.
00:11:44: Also Mustangs sind nicht unreitbar, nur ungezähmt.
00:11:48: Und dabei bleibt es trotzdem.
00:11:50: was ist?
00:11:51: Es folgt nicht den ausgetretenen Pfaden trottet also dem anderen so hinterher.
00:11:56: Achso, sondern es rennt wild über die...
00:11:58: Es sucht seine eigene Wege und mit ihm können wir neue Wege reiten!
00:12:03: Also eine Rohkraft wild und ausgelassen, die noch niemand systematisch genutzt hat.
00:12:08: Genau so ist
00:12:10: das.
00:12:11: Wie zähnt man
00:12:12: sowas?!
00:12:14: Also man muss lernen, seinen Wesen zu verstehen.
00:12:17: Dann kann man ein Team werden.
00:12:19: Wenn wir das auf unser Thema übertragen heißt es das Wesen der adaptiven Kraft zu verstehen und zu nutzen.
00:12:26: darum geht es ja in dieser und der nächsten Folge.
00:12:28: Unser Musternbild ist eigentlich ein Gedächtnestrick.
00:12:32: Also wir verknüpfen ein starkes Bild mit etwas eher trockenem, also was abstrakten und seit Konzept bekommt einen Anker wird positiv emotional geframed.
00:12:43: Da hast du mal wieder eine kleine psychologischen Trick angewendet würde ich sagen.
00:12:46: Kannst man
00:12:47: sehen?
00:12:47: Mal gucken wie das wirkt.
00:12:50: Also was kann Finns?
00:12:52: Finns lässt uns im konkreten Einzelfall, also beim einzelnen Patienten schnell verstehen worin genau sein Problem besteht und wie es verursacht wird.
00:13:04: Nur wenn wir die individuelle Kausalität verstanden haben können wir punktgenau ursachenbezogen behandeln.
00:13:10: Wenn wir das nicht haben bleiben eigentlich nur zwei Dinge Symptomylindern und der Schuss ins Blaue Trial and Error.
00:13:18: Aber
00:13:18: Symptomlindern basiert ja eigentlich auf dem One Fits All Ansatz, also alle kriegen dasselbe.
00:13:22: Aber jetzt lass uns doch endlich mal den Namen unseres Mustangs um im Bild zu bleiben aufflößen.
00:13:28: Also Finns steht für ein Modell mit dem wir die Abwärtsspirale verstehen können, die am Ende zur Atrose führt wie sie beginnt?
00:13:35: Wie sie verläuft und worin sie mündet.
00:13:38: Nun kommt schon ihr redet immer noch in Rätseln.
00:13:42: Okay Michael hier der Auflösung aber schrittweise Das In in der Mitte von Finns steht für Instabilität.
00:13:52: Also ihr eintest schon unsere Muskelinstabilität, die halbierte Haltekraft?
00:13:58: Das Inn steht ja dabei nicht nur in der Mitte des Wortes sondern auch im Zentrum des Konzepts.
00:14:04: Genau deswegen fangen wir auch damit an.
00:14:06: Ja
00:14:07: das S am Ende steht für das Syndrom dass sich nach und nach entwickelt wenn Muskeln lange Zeit instabil bleiben.
00:14:14: also es sind die Folgen Der Instabilität.
00:14:17: Und wegen dieser Folgen geht man ja eigentlich dann zum Arzt.
00:14:22: Ja und dann haben wir vor dem Inn, haben wir F am Anfang stehen...
00:14:26: Vor dem Inn haben wir f?
00:14:28: Ja
00:14:30: vor dem inn haben wirf.
00:14:32: Wegen Finns!
00:14:35: Das
00:14:36: steht dafür dass die Muskelinstabilität keine Muskelpatologie ist oder auch Neuropatologie sondern funktioneller Natur.
00:14:47: Also der Muskel ist ja völlig intakt, genau wie das Nervensystem.
00:14:51: Aber er reagiert halt auf Störungen
00:14:54: und genau diese Störung gilt es zu finden und möglichst zu beheben.
00:14:59: Und gelingt das stabilisieren sich die Muskeln wieder unmittelbar.
00:15:04: augenblicklich zusammengenommen steht fins also für funktionelles Instabilitätssyndrom in englisch functional instability syndrome.
00:15:15: Wir fühlen es gerade ein, in die wissenschaftliche Diskussion.
00:15:20: Und der Terminus Finns – wobei wir nennen das immer FIS?
00:15:24: Offiziell in der Literatur FIS aber FIS ist noch merkwürdigerer Name für einen Pferd.
00:15:30: Deswegen habe ich's Fins genannt!
00:15:33: Ist gar nicht so merkwürdig.
00:15:36: Der Terminuss ist ein Vorschlag von uns und wir sind gespannt wie er angenommen wird.
00:15:42: Grafisch haben will, wir haben da eine Grafik gemacht.
00:15:46: Die könnt ihr in den Show Notes quasi verlinkt aufrufen oder wer auf YouTube ist sieht sie genau jetzt.
00:15:54: Das Finns-Modell ist nicht gelenkspezifisch.
00:15:57: Eigentlich gilt es für alle Gelenke einschließlich Wirbelsäule und Torax
00:16:02: Und?
00:16:03: Es gilt darüber hinaus ja auch für die beteiligten Muskeln.
00:16:06: Also Finns ist ein universelles Prinzip
00:16:10: überall am Moskulärsystem anwendbar.
00:16:13: Und daraus ergeben sich ja auch die vielen verschiedenen
00:16:16: Anwendungsfelder.".
00:16:18: Jo, dann lassen Sie jetzt die drei Elemente von Finns durchgehen, Michael!
00:16:39: Was wir mit Muskelinstabilität meinen, müsste eigentlich klar sein.
00:16:43: Das haben wir in den letzten Folgen bzw.
00:16:44: in Folge eins bis drei eingehend besprochen.
00:16:48: Also es geht nicht um die klassische Maximalkraft bei der der Muskel drückt oder zieht.
00:16:53: Es geht darum wie gut die vorhandene Muskelkraft für Halte- und Bremsaufgaben eingesetzt werden kann.
00:16:59: also Wie gut kann diese abgerufen werden wenn man sich an eine äußere einwirkende Kraft anpassen
00:17:04: muss Und das haben wir ja adaptive Kraft genannt, die zu hundert Prozent zur Verfügung steht wenn keine Störung vorliegt.
00:17:13: Aber wir haben mit Hunderten Messungen gezeigt dass diese adaptive Kraft massiv einbrechen kann im Durchschnitt ungefähr um die Hälfte wenn der Steuer- und Regelnetzwerk Störungen verarbeiten muss.
00:17:25: Also was bedeutet es, wenn Muskeln nur noch mit halber Kraft stabilisieren können?
00:17:30: Wenn sie frühzeitig auf deutlich submaximalen Niveau nachgeben.
00:17:33: Was ist die Folge davon?
00:17:35: Hier müssen wir erst einmal das Zusammenspiel der Muskeln eines Gelenks verstehen und da haben wir zwei Arten von Akteuren.
00:17:44: Ja, da wären einerseits die sogenannten Prime Mover also die Muskeln, die eigentlich auszuführende Bewegungen erzeugen Also die Strecke für Streckungen, Beuger für Beugung, Rotatoren für die Rotation jeweils zusammen mit ihren Sönergisten.
00:18:01: Die machen ja die Hauptarbeit aber alleine funktioniert das noch nicht.
00:18:05: Daher gibt es noch die Stabilisers also stabilisatoren die nicht direkt die eigentliche Bewegung erzeugen aber eine ebenso wichtige Funktion haben.
00:18:14: sie halten nämlich die Gelenkpartner in der richtigen Position zueinander.
00:18:18: Ja Prime Movers, Stabilizers Das sind keine Erfindungen von uns, sondern im angloamerikanischen Raum fest etablierte Begriffe in der Bewegungswissenschaft mit genau der eben erläuterten Bedeutung.
00:18:31: Aber was bedeutet es dann also wenn Prime Movers und oder Stabilizers instabil sind?
00:18:37: Sind Prime Moverse die Hauptmuskeln instabil gibt das Gelenk ein wirkenden Kräften eben früher nach.
00:18:44: Also der Strecker soll eine aufgezwungene Beugung abbremsen Beim Beuge-Analog umgekehrt und der Rotator soll eine Gegenrotation limitieren.
00:18:54: Also Leute, wer soll das denn verstehen?
00:18:57: Was heißt das konkret?
00:18:59: Der Fußballer, der auf einem Feld einen Richtungswechsel macht also er muss erstmal abbremsen bevor er die andere Richtung einschlagen kann Wenn er mit dem Stollen fest im Rasen verankert ist eine Drehung macht dann darf sich das Knie nicht zu weit drehen zum Beispiel in die Außenrotation Und das müssen die Innenrotatoren verhindern.
00:19:17: Das wäre so ein konkretes Beispiel.
00:19:19: Andere werden Landung aus einem Sprung des Abfangs des Körpers beim Trepp abgehen, gerade Treppe abgehen?
00:19:27: Hinunter zu gehen ist eigentlich ninety-fünf Prozent Bremsen.
00:19:31: Also
00:19:31: das gemessen?
00:19:33: Das ist jetzt eine steile Behauptung von mir.
00:19:35: aber die Muskeln geben ja nur nach.
00:19:38: es ist ja nur Rückwärtskontraktion und mit instabilen Muskeln geht das schlecht oder gar nicht.
00:19:43: dazu haben wir auch in unserem Trailer The Clash Eine unserer Patientinnen, die das ziemlich gut beschreibt.
00:19:50: Ich stand an der obersten Stufe und überlegte wie ich mich in Gang setzen könnte.
00:19:55: Denn ich konnte
00:19:56: das rechte Knie nicht
00:19:57: ansteuern.
00:19:58: Sind Stabilisatoren instabil?
00:20:00: Eigentlich.
00:20:01: Ist ja eigentlich wie nur Spruch in sich.
00:20:03: Genau!
00:20:05: Aber gut es gibt es.
00:20:06: dann passiert noch etwas anderes.
00:20:08: für Gelenke unter Belastung ist es unglaublich wichtig dass ihre Gelenkflächen gerade jetzt nicht verrutschen.
00:20:14: Sie müssen... zueinander optimal zentriert bleiben, also großflächig Kontakt halten.
00:20:21: Geben die Stabilisatoren dann schon bei fünfzig Prozent der eigentlichen Maximalkraft nach?
00:20:26: Dann wird das Gelenk in sich selbst instabil.
00:20:28: Also die Gelenkhpartner können verrutschen.
00:20:31: Machen wir es mal konkret.
00:20:32: Beispiel Knie Die Femur-Kondülen sind ja eine Art Walzen, die auf der fastisch eben eine Fläche der Tiberkonsole laufen.
00:20:43: Flex-X Bewegung erfordern einen raffinierten Rollgleitmechanismus.
00:20:48: Also wenn die nur rollen, dann würden sie in den Miniskus reinrollen und den zerquetschen.
00:20:53: also es braucht so eine Kombination von Rollen und Gleiten.
00:20:56: dabei helfen die Kreuzbänder sofern intakt.
00:21:00: aber entscheidend ist das Zusammenspiel der großen Beuger & Streckergruppen.
00:21:04: während der Kniestreckungen müssen die Beuge also der Hamstrings kontrolliert nachgeben.
00:21:09: Man kann sich gut vorstellen, dass die Binstrukturen übermäßig gestresst werden wenn dieses Zusammenspiel nicht gut funktioniert.
00:21:18: Schauen wir uns auch mal das Hüffgelenk an!
00:21:20: Hier gibt es ein großes biomechanisches Problem bedingt durch die Konstruktion.
00:21:26: Schenkelhals und Gelenkpfanne sind nicht aktial zum Schwerkraftvektor ausgerichtet Also nicht senkrecht, sondern um ca.
00:21:34: naja so fünfzig Grad gekippt ne?
00:21:37: Also der genaue Wert schwankt individuell und auch altersabhängig recht stark.
00:21:41: Aber buchstäblich auf Schritt und Tritt wirken Kräfte die das Gelenk dezentrieren wollen Und sich.
00:21:47: stabilisatoren müssen perfekt funktionieren um das eben zu verhindern.
00:21:52: Sehr ähnlich ist es an der Schulter.
00:21:54: Dort haben wir eine sehr geringe Überdeckung des Gelenkkopfes durch die Gelenkpfanne samt Labrum etwa nur ein Viertel der Fläche bestenfalls, denn eigentlich hängt er ja seitlich am Glenoid.
00:22:07: damit das Unterlast und in Bewegung überhaupt funktioniert müssen dem Muskeln also insbesondere den Muskeln der Rotatorenmanschette den Humorus Kopf ins Zentrum des Glenoids hineinziehen und dort zentriert halten während Bewegung unter Last.
00:22:24: Also wir brauchen stabile Rotatoren.
00:22:26: Also geht es eigentlich jedes Mal darum zumindest bei den Kugelgelenken, dass die Kugeln im Zentrum gehalten wird und bei den Charniergelenkten das sie nicht ungünstig verrutschen
00:22:34: oder sich vaterieren?
00:22:36: Also jedes Gelenk hat seine Spezifik.
00:22:38: aber das Grundproblem ist jedes mal das gleiche in stabile Muskeln.
00:22:43: Und instabile Muskeln bedeuten
00:22:45: instabile Gelenke Genau.
00:22:47: Daher müssen wir am Anfang zwei Dinge klären, wenn jemand neu zu uns kommt?
00:22:52: Also man ist jetzt ein Patient der zu uns kommen und mit Beschwerden.
00:22:56: Genau.
00:22:57: Ja.
00:22:58: Jemand anders kommt ja eh nicht zu uns.
00:23:01: Naja aber du bist ... Rhein in der Praxis, wir können auch in einer Forschung sein.
00:23:05: Aber gut ist ja... Es kommt ein Patient
00:23:08: in
00:23:09: die Praxis mit Beschwerden.
00:23:10: und dann ist eigentlich unsere erste Frage wie geht es denn dem Gelenk?
00:23:14: Von dem
00:23:16: an den Gelenkhängen.
00:23:20: Uns interessiert.
00:23:21: eben gibt es da schon Strukturelle Befunde, also eine Degeneration die vorhanden ist.
00:23:27: Und da brauchen wir eben dann die Palette der etablierten Diagnostik.
00:23:31: Klinik aber auch Bild und
00:23:34: Labor
00:23:34: kann nicht schaden.
00:23:36: Wir wissen in welchem Stadium einer möglichen Schädigung das Gelenk ist.
00:23:41: Das wollte ich damit eigentlich sagen.
00:23:42: Hast
00:23:43: doch sehr schön getan!
00:23:46: Also wichtig natürlich die eingehende Alamnese.
00:23:48: Die geht natürlich sowieso voraus und auch alle vorbefunden werden, vorgesichtet.
00:23:52: Und trotzdem haben wir damit eigentlich drei Patientengruppen im Falle von Gelenkbeschwerden?
00:23:56: Genau!
00:23:58: Da gibt es ja die Gruppe der Gelenkkbeschwärden ohne einen Strukturbefund.
00:24:03: Das Gelenke ist strukturell völlig okay aber sind Beschwerden da.
00:24:07: Die kann man eigentlich genau genommen nicht unter Arthrose zählen.
00:24:11: Ich glaube die werden inzwischen Funktional Osteoarthritis genannt.
00:24:16: Dann gibt es die Zweite, die haben beides.
00:24:18: Die haben Beschwerden und strukturelle Befunde.
00:24:21: Das sind häufig dann fortgeschrittene Arthosen und da kann schon ab dem Gewissen der Generationsgrad schon auch das Gelenk selbst zur Störursache werden.
00:24:31: Das macht es dann komplizierter.
00:24:33: Ja, und das ist aber trotzdem natürlich für den Behandlungsgang sehr wichtig.
00:24:37: Wir gucken ja oft außerhalb der Region was führt zu Instabilitäten?
00:24:40: Aber hier müssen wir das Gelenk selbst auch im Blick haben damit man überhaupt effektiv behandeln kann.
00:24:48: Und die dritte Gruppe sind ja dann die mit radiologisch gezeigten Strukturschäden, die aber keine Beschwerden haben.
00:24:55: Von denen kommen ja die wenigsten.
00:24:57: Das könnte dann zufalls Befund sein, der dann lautet Ja ich habe was mit dem Knie aber ich merke nichts.
00:25:03: Das
00:25:03: merkt bloß der Patient nicht das würde er gar nicht sagen.
00:25:05: Deswegen wird da kaum kommen.
00:25:07: Also das sind im Grunde zwei Gruppen.
00:25:10: In beiden Gruppen gibt es Kniebeschwerden Aber nur in der einen gibt es dazu ein Strukturbefund Und dann kommt zweitens und das ist das neue Die AK-Spezifik Wie steht es um die muskuläre Stabilisierung des Gelenks?
00:25:26: Diese Frage hat im Grundsatz zwei Ebenen.
00:25:28: Die eine, was zeigt sich ohne Gewichtsbelastung – also liegend auf der Liege?
00:25:35: Damit beginnen wir.
00:25:36: später kommt die zweite Ebene ins Spiel.
00:25:38: Wie verhält sich das System unter Belastung?
00:25:42: Genau!
00:25:43: Also zuerst eingangsbefunden auf der Liga ohne Belastungen.
00:25:46: Und wenn wir muskuläre Stabilisierung eines Gelenks sagen, dann meinen wir das komplette Programm.
00:25:51: Also wir testen alle Muskeln eines Gelängs.
00:25:53: Wenn nur ein Muskel testet, der weiß ja fast nichts!
00:25:57: Ja,
00:25:57: denn du hast ja oft Muskeln die stabil sind und andere wieder nicht.
00:26:01: Genau also kommt einem Patient mit einem Gelenkproblem, testen wir systematisch die Stabilität aller Muskeln dieses Gelenkes.
00:26:08: Die einer Testung zugänglich sind natürlich ne?
00:26:10: Aber es sind bei den Extremitäten Gelenken ja fast
00:26:13: alle.
00:26:14: Die Befunde,
00:26:15: stabil oder instabil, die ergeben dann ein Verteilungsmuster.
00:26:18: Also unser Muskebild eine Art Mosaik also und wir fragen dann oder wollen Antwort haben auf sind sämtliche Muskeln dieses Gelenks instabil oder stabil?
00:26:28: Oder nur bestimmte Muskeln?
00:26:30: Wie verhalten sich Synagisten und Antagonisten?
00:26:33: Seitenvergleich rechts links.
00:26:35: auch interessant
00:26:36: durchaus auch, ob der Test allein schon Schmerz erzeugt.
00:26:40: Die sind dann ja meist sowieso instabil?
00:26:43: Nicht immer aber doch in einer großen Märze.
00:26:46: Ja und die schmerzhaften Muskeln nehmen wir dann meistens raus damit wir das nicht überreizen.
00:26:51: Häufig sind ja da halt auch Beschwerden verursacht.
00:26:54: Ich mache
00:26:55: das immer Patienten abhängen.
00:26:56: also das Erstaunliche ist ja dass manchmal beim instabilen test der muskel Also der test wehtut Aber wenn dann ein muskel stabil ist tut der sofort nicht mehr be.
00:27:06: Ja, da ist es recht.
00:27:07: Also ich meine jetzt wirklich diesen hochakuten Schmerz.
00:27:11: also wenn jemand mit einer akuten Schulter kommt, die eigentlich das Hauptsymptom ausmachen, die Muskeln lassen sich dann schon in Ruhe... Da ist ja
00:27:19: manchmal schon die Ausgangspositionen so können wir zum Teil gar nicht einnehmen.
00:27:25: Da müssen wir die natürlich raus nehmen.
00:27:28: Aber gut wichtig ist, wir ermitteln das komplette funktionelle Stabilitätsmuster.
00:27:33: Das ist ein wesentlicher Unterschied im Vergleich zu Ablegern die nur ein oder wenige Muskeln...
00:27:39: Also jetzt nur diesen Armhalte-Test nutzen oder diesen Ringentest der Finger.
00:27:48: Man hat halt nur einen winzigen Ausschnitt aus dem komplexen System.
00:27:52: Okay also wir wollen das komplitte Bild.
00:27:55: Das kann individuell sehr verschieden sein.
00:27:58: Je nach Muster gibt es schon einen ersten Eindruck, was hier konkret vorliegen könnte.
00:28:02: Oft zeigen sich hier schon Hinweise auf die individuelle Pathogenese.
00:28:07: Es ist zum Beispiel Unterschied, ob alle Muskeln instabil sind und zwar auch außerhalb des Gelenks.
00:28:14: Wenn jemand Kniebeschwerden kommt, ob der auch in Stabilitäten bei Armmuskeln zeigt?
00:28:20: Das gibt uns eben einfach wichtige Hinweise wo eventuell die Ursache liegen könnte.
00:28:24: So ist Hüftschmerz nicht gleich Hüfftschmerz oder das Gleiche bei Knieschmerzen Fußproblemen.
00:28:30: dahinter stehen häufig ganz unterschiedliche Muskelprofil.
00:28:33: Jeder Einzelfall zeigt dann eben auch sein eigenes Befundprofil und später kommen immer weiter hin, weil sie dazu die das Bild immer weiterschärfen oder auf das Puzzle immer weiter zusammensetzen.
00:28:44: ich finde ja das Bild des Puzzles eigentlich ganz schön.
00:28:47: Ja da gehe ich voll mit
00:28:51: Gut, aber dann gibt es eben auch bestimmte Muskeln die fast immer involviert sind wenn ein Gelenk beschwerden hat.
00:28:57: Das sind dann typische Kennmuskeln.
00:28:59: Die steigen meist zuerst aus also werden früh instabil oft mit Schmerz verbunden
00:29:06: Und sind dann häufig auch extrem instabil?
00:29:10: Also dann hast du manchmal Hüftabduktoren die sich wie paretisch anfühlen.
00:29:15: der kann so mit zwei Fingern überwinden.
00:29:17: Wichtig ist bei denen auch noch dass wenn die Behandlung erfolgreich ist, dann kommen ja instabile Muskeln nach und nach in die Stabilität zurück.
00:29:25: Aber diese Kennmuskeln, die kommen eben meist als Letzten.
00:29:29: Also sie zeigen das Problem am stärksten an
00:29:32: wenn man so will.
00:29:32: Genau deswegen ist es ja dann eine Strategie, wenn die dann gehen haben wir's häufig also dann sind wir durch.
00:29:38: Was haben wir da für Beispiele?
00:29:40: Bei Kniebeschwerden finde ich, dass die Beugergruppe eine besondere Bedeutung hat.
00:29:46: Auf jeden Fall!
00:29:47: Ich finde tatsächlich auch das die Adduktoren extrem wichtig sind und ganz häufig aber das habe ich auch bei Sprunggelängensbeschwerten, dass sie Abduktorn mit drin stecken.
00:30:00: Das könnte natürlich je nach genauer Indikation unterschiedlich sein.
00:30:04: Vor allem nach Kreuzband Plastik oder bei Arthrose.
00:30:08: Und da ist die Erfahrung, wenn die Bäuger gehen dann hat das häufig einen sehr positiven Effekt.
00:30:12: Das
00:30:13: gebe ich dir recht!
00:30:14: Danke!
00:30:16: Ja und bei den Hüftgelängen sind es vor allem die Abduktoren.
00:30:20: Und bei
00:30:22: den Schultern...
00:30:23: Ja, finde
00:30:24: ich...
00:30:25: Da ist es auch wieder die Frage.
00:30:26: Ist das eher ein Impinchment-Problem?
00:30:28: Dann ist es natürlich meistens der Abduktor oder die Abdukorengruppe.
00:30:32: Ich würde sagen oft
00:30:33: sind die Rotatoren, ist die Rotatoranmanschette mehr im Spiel?
00:30:39: Sind häufig die Außenrotatoren.
00:30:41: also das lässt sich wahrscheinlich noch mal unterdifferenzieren.
00:30:45: Wie so häufig?
00:30:46: Also am Ende geht's darum eigentlich sollen alle Muskeln dieses Gelenks dann stabil sein.
00:30:53: Ja und wenn das Gelenk halt akut schon betroffen ist, kann es sein dass manche noch nicht sofort mitkommen sondern erst nach einer gewissen Zeit.
00:31:00: Und wir müssen die Störung im Gelenks selbst adressieren.
00:31:04: So ist es.
00:31:05: Letztlich müssen am Ende unbedingt alle Muskeln stabil sein damit das Gelingen besser geht.
00:31:11: Wichtig?
00:31:13: Nicht nur auf der Liege sondern eben auch unter Belastung.
00:31:17: Deswegen gibt's am Ende Belastungs-Tests Und das muss die Stabilität trotzdem ohne Einbruch überstehen.
00:31:24: Sonst blickt sie auf der Hand, der Patient geht die Treppe runter auf die Straße und es ist alles wieder wie vorher.
00:31:29: oder ein Sportler soll dann auch tatsächlich wieder seine gewohnte Belastung machen können.
00:31:34: also muss man unter Belassung gucken ob's auch hält.
00:31:37: damit wären wir beim s von finns
00:31:46: kapitel
00:31:49: drei
00:31:50: s syndrome also einen komplex von Symptomen.
00:31:54: jetzt könnten wir es uns einfach machen und sagen Genau wegen dieser Beschwerden kommen die Leute ja, aber wir wollen in der Diktion bleiben.
00:32:03: Also was haben wir?
00:32:05: Einerseits ein mehr oder weniger ladiertes Gelenk und andererseits eine Verteilung muskulärer Instabilitäten.
00:32:16: Sorry ihr beiden das ich dazwischen gritsche Aber ich habe mir mal das Skript angesehen.
00:32:21: Damit kämen wir weit über eine Stunde.
00:32:24: Das wäre wohl too much für eine Folge
00:32:27: Zu viel auf einmal.
00:32:30: Lasst uns das Kapitel für das nächste Mal
00:32:32: aufheben,
00:32:33: dann haben wir eben drei Teile von Folge fünf und wer weiß vielleicht werden es sogar noch mehr.
00:32:40: Meinst du das wirklich ernst Michael?
00:32:42: Ja
00:32:42: Laura manchmal ist weniger eben mehr.
00:32:47: Da habe ich doch glaube ich unterschätzt wieviel da so zusammenkommt.
00:32:51: Das glaube ich aber auch wobei eigentlich ist es nicht überraschend.
00:32:55: Folge fünf ist der Kern des gesamten Podcasts.
00:32:57: Ja, das stimmt!
00:32:58: Im Prinzip die komplette Philosophie der AK.
00:33:02: Wir liefern ja neue Denkansätze und es macht mal besser Schritt für Schritt.
00:33:06: Michael hat wohl mal wieder recht Vielleicht sollten wir den Inhalte nicht so in die Folgen rein quetschen.
00:33:13: Also dann vertagen wir das Kapitel eben auf das nächste Mal.
00:33:16: Bis dahin Danke dass ihr dabei wart.
00:33:19: Wir sind Laura Schäfer
00:33:20: Und Frank Bittmann.
00:33:22: Wir freuen uns wenn ihr wieder einschaltet.
00:33:24: Zur Teil drei von Folge fünf, wir haben ja Ersatzteile.
00:33:29: Nutzt gerne auch unsere Podcast-Mail für Bemerkung, Kritik, Hinweise und Fragen.
00:33:34: Liebe Grüße an alle!
00:33:43: Wir freuen uns dass ihr wieder dabei wart.
00:33:46: Mehr über unser spannendes Thema
00:33:48: und die Links dazu
00:33:49: findet Ihr in den Shownotes und auf der Website unserer Akademie unter
00:33:54: www.bvfg-podstamm.
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